„Glas kann viel mehr”

Markt / 02.06.2017 • 18:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Glas Marte entwickelt flexible und sichere Glas-Modullösungen, bei denen Glas und Metall zu einer Einheit verbunden werden.  Glas Marte GmbH
Glas Marte entwickelt flexible und sichere Glas-Modullösungen, bei denen Glas und Metall zu einer Einheit verbunden werden. Glas Marte GmbH

Glas Marte entwickelt innovative Produkte durch die perfekte Kombination von Glas und Metall.

Bregenz. Das in der dritten Generation geführte Bregenzer Unternehmen Glas Marte gehört zu den führenden europäischen Glasspezialisten. Einzigartige Lösungen gelingen insbesondere auf dem Gebiet des konstruktiven Glasbaus bei Glasgeländern und in der Glasbefestigungstechnik. In diesen beiden Nischenbereichen ist das 300 Mitarbeiter zählende Unternehmen Technologieführer. „Glasanwendungen stecken in vielen Bereichen nach wie vor in den Kinderschuhen. Wir haben das Glück, dass wir mit einem Material arbeiten, das dank neuer Technologien immer mehr kann und immer vielfältiger einsetzbar ist“, ist Geschäftsführer Bernhard Feigl von diesem Baustoff der Zukunft überzeugt. Hauptabsatzmärkte sind Österreich, Deutschland und die Schweiz. „Darüber hinaus haben wir Lizenznehmer in einigen Ländern, so zum Beispiel in Indien, mit denen wir seit vielen Jahren eine gute Partnerschaft pflegen.“

Großer Vorsprung

Durch stetige Material- und Anwendungsentwicklungen entstehen völlig neue Produkte, die die Firma vor allem durch europäische Patente schützen lässt. „Bei Ganzglasgeländern haben wir Erfindungen umgesetzt, die eine gleichmäßige, stressfreie Glasbefestigung garantieren.“ Die Glasgeländer werden dadurch deutlich widerstandsfähiger und die Gläser sind weit weniger bruchgefährdet. „Diese Erfindungen geben uns einen großen zeitlichen Vorsprung zum Mitbewerb. Deshalb gilt es, im Entwicklungsprozess schon frühzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ In einer immer stärker vernetzten Welt und durch intensive Nutzung des Internets sind der Schutz der Firmenmarke sowie ein Markenschutz eigener Produkte von höchster Bedeutung. „Dazu zählt auch der Schutz von Domainadressen“, sagt Feigl, der gerade mit einer Neuanmeldung beschäftigt ist.

Gemeinsam neue Wege

Der größte Wert des geistigen Eigentums sind für ihn allerdings nicht Patente und Markenrechte, sondern das Wissen und die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter. „Die Erfahrungen in der Belegschaft, im Management und in den Prozessen sowie das Beziehungskapital zu externen Experten sind die Basis jeder innovativen Leistung.“ Geheimhaltungserklärungen erachtet Feigl deshalb nur sehr eingeschränkt als sinnvoll, „denn wenn man kooperativ Ziele verfolgt und eine echte Partnerschaft eingeht, steht das gemeinsame Interesse im Vordergrund“. Einen besonderen Dank spricht Bernhard Feigl hierbei den vielen innovativen und mutigen Architekten und Bauherren aus, die das Unternehmen Glas Marte mit ihren Ansprüchen erst in die Lage versetzen, noch nie gegangene Wege zu beschreiten. „Nur in der Auseinandersetzung mit aktuellen Erfordernissen des Marktes kann wirklich Neues entstehen.“

Schutzrechttipps

Europäische Patente werden vom Europäischen Patentamt (EPA) formalgeprüft, recherchiert und gegebenenfalls erteilt. Das europäische Patent ist allerdings kein EU-Patent. Es handelt sich um ein einheitliches europäisches Patenterteilungsverfahren, um den Schutz in den Vertragsstaaten zu erleichtern und zu vergünstigen. Europäische Patente werden für einige oder alle Vertragsstaaten erteilt, sie sind im Antrag zu nennen und entsprechende Gebühren zu entrichten. Im Gegensatz dazu befindet sich das geplante „EU-Patent“ noch in Vorbereitung.