Von Anfang an Teil des großen Ganzen

Markt / 09.06.2017 • 09:38 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Tobias Hofer: „Wir wollen unsere Youngsters nicht nur während der Ausbildungszeit ausbilden, sondern auch darüber hinaus weiter fördern.“  foto: vn/paulitsch
Tobias Hofer: „Wir wollen unsere Youngsters nicht nur während der Ausbildungszeit ausbilden, sondern auch darüber hinaus weiter fördern.“ foto: vn/paulitsch

Lehrlinge bei Wolford sollen authentisch sein, wissbegierig und motiviert.

35 Lehrlinge stehen ab 1. September bei Wolford am Start. Was lernen sie?

Hofer: Metalltechnik, Elektrotechnik, Textiltechnologie, Textilchemie, Betriebslogistik, Einzelhandelskauffrau/mann, Industriekauffrau/mann, Koch/Köchin. Wir setzen den Fokus auf eine ganzheitliche Ausbildung und ein pro Lehrberuf angepasstes Rotationsprogramm. Wir bieten interne Lehrlingsprojektgruppen, in denen sich alle Lehrlinge unserer acht Lehrberufe anmelden und gemeinsam mitgestalten können.

Was gibt Ihnen Ihr Beruf?

Hofer: Es erfüllt mich mit Freude, unseren Lehrlingen jeden Tag etwas Neues mit auf den Weg zu geben. Als Lehrlingsausbilder trägt man sehr große Verantwortung und ich bin dankbar, dass ich mich dadurch persönlich und fachlich weiterent­wickeln kann.

Wie würden Sie die Zusammenarbeit beschreiben?

Hofer: Während sich Jugendliche zum Erwachsenen entwickeln, ist es für den Lehrlingsausbilder nicht immer einfach, während dieser Phase mitzuwirken. Für mich persönlich gilt in dieser Zeit die bestmögliche Unterstützung zu bieten, sodass jedes Ziel zu schaffen und jede Herausforderung zu bewältigen ist.

Die wichtigsten Stärken eines Lehrlingsausbilders sind . . .?

Hofer: Geduld und Verständnis. Dem Lehrling sollte jederzeit das Gefühl vermittelt werden, dass ihm zugehört wird.

Wie gewinnen Sie den „Kampf um Talente“?

Hofer: Der ist nicht immer leicht zu gewinnen, das stimmt. Viele versuchen die Talente mit coolen Gadgets oder sogar Geldgeschenken für sich zu gewinnen. Für Wolford zählt es einzig und allein, authentisch zu sein. Wir versuchen, unsere Talente mit Zukunftschancen in einer aufregenden und sich ständig wandelnden Branche zu überzeugen. Wolford steht bereits während der Lehrzeit als Zukunftsberater zur Seite.

Warum sind Sie ein guter Arbeitgeber?

Hofer: Wir versuchen unsere Lehrlinge auf das Leben vor­zubereiten und bieten persönlichkeitsfördernde und Fach-Workshops an, fordern sie in Projektgruppen, um die Selbstständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

Die Erwartungen verändern sich. Wie erleben Sie diese Entwicklung?

Hofer: Wir erleben es jedes Jahr aufs Neue. Gerade dann ist es wichtig, dass wir weiterhin authentisch, ehrlich und wegweisend agieren. Zwischen 15 und 18 macht man schon einiges durch, sodass wir uns als stabiler Partner, manchmal aber auch als Seelsorger sehen.

Muss man die Besten heute „bei Laune“ halten?

Hofer: Auf jeden Fall. Aber das ist nicht erst seit „heute“ so. Neben Weiterbildungs-/Entwicklungsmöglichkeiten ist es vor allem das Verständnis für den Einzelnen und dessen ganz individuelle Lebenssituationen, was zufriedene und loyale Mitarbeiter bindet. Unsere Ausbilder/innen kennen ihre Lehrlinge sehr gut und nehmen auch neben der fachlichen Führungsperson auch oft andere wichtige Rollen ein. Stabilität braucht schließlich jeder im Leben – vor allem aber die Youngsters.

Welchen Spirit lebt man bei Wolford?

Hofer: Unsere Lehrlinge schätzen unser familiäres Klima. Alle Lehrlinge und Ausbilder kennen sich sehr gut untereinander und somit ist auch eine gute Atmosphäre gewährleistet. Übernahmechancen motivieren unsere High Potentials, die wir gemeinsam in Zukunftsgesprächen eruieren. So erlangen sie ein breit gefächertes Sozial- und Fachwissen.

Was ist den Jugendlichen wichtig?

Hofer: Immer einen Ansprechpartner zu haben. Der Ausbilder darf sich nicht „zu weit weg“ anfühlen.

Wolford wurde schon zum siebten Mal „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“.

Hofer: Ja, die Ausbildung zeugt seit Jahrzehnten von höchster Qualität. Nicht zuletzt spüren wir dies dadurch, dass unsere Lehrlinge nach der Ausbildung auch bei anderen Unternehmen sehr beliebt sind.

Zur Person

Tobias Hofer

Ausbildung: HTL Dornbirn

Laufbahn: Zwei Jahre Berufssoldat, fünf Jahre Oskar Hämmerle, sechs Jahre Wolford AG

Alter: 29

Familie: Freundin und zwei Kinder

Hobbys: Familie, Grillen, Wandern

Homepage Firma: www.wolford.com