40 Prozent schicken Waren zurück

Markt / 20.06.2017 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Logistikzentrum der Post in Wolfurt ist Umschlagplatz für Millionen Pakete - hin und zurück. Foto: VN/hartinger
Das Logistikzentrum der Post in Wolfurt ist Umschlagplatz für Millionen Pakete – hin und zurück. Foto: VN/hartinger

93 Millionen Pakete wurden im vergangenen Jahr an Online-shopper zugestellt.

Wien. (VN) Mit dem steigenden Onlinehandel werden Retouren für die Anbieter zum Problem, Paketdienste hingegen können sich darüber freuen. 40 Prozent der Käufer im Distanzhandel, dazu zählen Internet- und Versandhandel sowie Teleshopping, schicken dort bestellte Waren wieder zurück. Besonders hoch sind die Retourenquoten mit 50 Prozent im Bekleidungsbereich. Das ergab eine Befragung der KMU-Forschung Austria unter 2000 Personen im Auftrag des Handelsverbands. „Die Retouren nehmen nicht ab, trotz aller Bemühungen des Handels“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Angesichts dieses wachsenden Feldes stößt auch die Logistik zunehmend an ihre Grenzen. Das Paketvolumen ist 2016 förmlich explodiert. An Privatkunden wurden 93 Millionen Pakete ausgeliefert, um 35 Prozent mehr als noch 2015, ermittelte Kreutzer, Fischer und Partner. Heuer zu Weihnachten dürfte es „eng werden“, glaubt Will. Schon im Vorjahr habe es Probleme gegeben. Die Österreicher haben im Zeitraum Mai 2016 bis April 2017 Waren im Wert von 7,6 Mrd. Euro „auf Distanz“ bestellt. Das entspricht einem Zuwachs von vier Prozent. Die Zahl jener, die mit dem Smartphone bestellen, hat weiter zugenommen. Etwa sieben Prozent oder 530 Mill. Euro der Distanzhandelsausgaben sind im Betrachtungszeitraum über das Smartphone erfolgt. Gegenüber dem Jahr davor ist das ein Anstieg um 25 Prozent.

Elf Prozent Marktanteil

Der Anteil des Distanzhandels am gesamten Einzelhandel beträgt unverändert etwa elf Prozent. Auch dass die Hälfte des Geldes ins Ausland wandert, hat sich nicht verändert. Die Österreicher shoppen online am liebsten bei Amazon und Zalando.