1,17-Milliarden-Euro-„Pipeline“

Markt / 21.06.2017 • 22:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Zima-Projekt Kirschblütenpark in Wien mit drei Baukörpern und 380 Wohneinheiten. Das Projektvolumen beträgt 100 Mill. Euro.  Foto: zima
Das Zima-Projekt Kirschblütenpark in Wien mit drei Baukörpern und 380 Wohneinheiten. Das Projektvolumen beträgt 100 Mill. Euro. Foto: zima

Immobilienentwickler Zima ist weiter auf Expansions- und Wachstumskurs.

Dornbirn. (VN-reh) Die Nachfrage nach Wohnraum, vor allem in den Ballungszentren, ist ungebrochen hoch. Das ist gut für einen Immobilienentwickler wie die Dornbirner Zima Holding. Mit einer Jahresgesamtleistung von 174 Millionen Euro wurde 2016 das Rekordergebnis von 2015 erneut bestätigt. Allein in Vorarlberg wurde mit 205 verkauften neuen Wohnungen ein Rekord erzielt. Zudem wurden neben dem McDonald’s in Lustenau zwei Großprojekte im Rahmen der Bauherrenpartnerschaft realisiert. Das Doppelmayr-Bürogebäude in Wolfurt wurde gerade bezogen, die neue Firmenzentrale für Z-Werkzeugbau in Dornbirn ist im Entstehen.

Auch das laufende Jahr entwickle sich sehr zufriedenstellend, sagt Alexander Nußbaumer, Vorstandsvorsitzender und Inhaber der Unternehmensgruppe. Unlängst wurde in Wien eine neue Niederlassung bezogen. Nun folgen die ersten Akzente in der Bundeshauptstadt, denn es stehen drei Großprojekte im 22. Bezirk mit 770 Neubauwohnungen und einem Projektvolumen von rund 180 Millionen Euro am Start. Mit dem Schritt nach Wien habe man nun den deutschsprachigen Alpenraum fast vollständig besetzt, freut sich Nußbaumer. Neben dem Stammsitz in Dornbirn und der neuen Niederlassung in Wien befinden sich weitere Standorte in Innsbruck, Lauterach, Bozen, München, Röthis und St. Gallen.

Auch sonst stehen die Zeichen für Zima weiter auf Wachstum. Insgesamt liegen rund 3300 Wohneinheiten in der Projektpipeline. Heißt, sie sind in Bau oder in Vorbereitung. Neben den 770 Einheiten in Wien sind das 160 in der Ostschweiz, 360 in Südtirol, 590 in Vorarlberg, 640 in Tirol sowie 780 Einheiten in München. Zusammen mit den geplanten Gewerbeprojekten beläuft sich das Gesamtprojektvolumen auf 1,17 Milliarden Euro.

Wer so viele Projekte am Start hat, kennt aber auch eine der größten Herausforderungen in diesem Zusammenhang nur zu gut. Nämlich, an entsprechende Grundstücke zu gelangen. „Die aktuelle Grundstückspreisentwicklung in allen Märkten ist fast schwindelerregend und es wird für uns als Immobilienentwickler immer schwieriger, attraktives Bauland für zukünftige Neubauwohnprojekte zu akquirieren“, betont Nußbaumer, der außerdem die Regulierungswut kritisiert. In allen Märkten habe man es mit unterschiedlichen Richtlinien zu tun. „Allein in Österreich gibt es neun verschiedene Bauordnungen. Die unterschiedliche Gesetzgebung macht das Bauen und in der Folge auch das Wohnen unnötig teuer“, hofft der Unternehmer auf eine stärkere Industrialisierung im Bau, also auf harmonisierte Baunormen und Verordnungen. Aber: „Lösen wird das Problem vermutlich erst der Leidensdruck, der offensichtlich noch zu wenig hoch ist.“

Auch 2017 entwickelt sich sehr zufriedenstellend.

Alexander Nußbaumer
Beim Neubau des Doppelmayr-Bürogebäudes in Wolfurt fungierte Zima als Leihbauherr. Foto: VN
Beim Neubau des Doppelmayr-Bürogebäudes in Wolfurt fungierte Zima als Leihbauherr. Foto: VN

Fakten

Kennzahlen 2016

» Jahresgesamtleistung:
174 Mill. Euro

» Entwicklung 2011-2016:
+18 % pro Jahr im Durchschnitt

» Mitarbeiter: 183, davon 128 in Vorarlberg; 9 Lehrlinge, 25 Prozent Frauenanteil

» Geplante Projekte: 3300 Wohneinheiten mit Gesamtvolumen von 1,17 Mrd. Euro (inkl. Gewerbe)

» Standorte: Dornbirn, Innsbruck, St. Gallen, Bozen, München, Wien

» Tochterunternehmen: Dobler Hochbau, Dobler Holzbau, B&B Immobilien Lauterach