Capo zieht den Hut vor den Eggern

Markt / 20.10.2017 • 18:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Merk mit Hut und dem neuen Katalog vor dem Pop-up-Shop in Egg.sca
Thomas Merk mit Hut und dem neuen Katalog vor dem Pop-up-Shop in Egg.sca

Hut- und Mützenspezialist Capo startet mit neuem Auftritt und Geschäft nochmals durch.

Egg Mütze muss sein. Vor allem jetzt, wo die unwirtliche Zeit beginnt. So eine wärmende Kopfbedeckung kann man selbst stricken, man kann sie aber nach wie vor bei Capo kaufen. Der Hut- und Mützenproduzent, nach der Schließung der Filialen im Dornbirner Messepark und in Feldkirch von vielen schon abgeschrieben, gibt kräftige Lebenszeichen. Derzeit entsteht ein Pop-up-Shop im Egger Kaufhaus des Wälder (KWD), der am Mittwoch um 12 Uhr eröffnet wird. Auch der Feldkircher Capo-Shop wird weiterhin die Kopfbedeckungen aus dem Traditionsbetrieb anbieten. Unter dem Namen Dacapo by Ettie führt die ehemalige Mitarbeiterin Henriette Treffner das Geschäft weiter.

Capo Austrian Headwear hat inzwischen sein bisheriges Hauptquartier an der Ortseinfahrt geräumt und ein neues Büro in Egg bezogen. Fünf Mitarbeiter werden von dort aus den Vertrieb organisieren, so Geschäftsführer und Eigentümer Thomas Merk zur Zukunft des Unternehmens im VN-Gespräch. „Uns liegt sehr viel am Standort Egg, wir wollen hier auf jeden Fall weitermachen“, sagt er. Capo gehöre zu Egg, das erfahre er aus vielen Gesprächen, auch die Gemeinde sei bei der Suche nach den neuen Standorten sehr behilflich gewesen. Er ziehe den sprichwörtlichen Hut vor den Eggern für die Hilfe und die Treue zu Capo.

Produziert wird schon lange nicht mehr in Vorarlberg. „Auch die früheren Besitzer ließen an anderen Standorten fertigen“, so Merk, „wir fertigen am Hauptsitz in Chemnitz und in europäischen Betrieben. Die Marke Capo wird aufgefrischt. Neues Logo, jugendliche Kollektion und neue Wege im Marketing. Etwa mit der Präsenz bei den Musikfestivals“, so Merk, der damit das Alter der Zielgruppe deutlich senken will.

Auch neue Partner sind bereits gefunden: Das berühmte deutsche Modehaus Breuninger führt seit neuestem Kappen von Capo, auch das größte dänische Sporthaus setzt auf Mützen „austrian style“. Und noch jemand: Die Schweizer Post bezieht die Hüte für ihre Boten bei Capo.

Sein Unternehmen, das in Chemnitz Mützen herstellt, habe Capo in einer schwierigen Situation übernommen. Der Verlust betrug jährlich eine halbe Million Euro, die Investionen seien deutlich höher gewesen. Doch die Produkte runden das Angebot der Mutterfirma perfekt ab, seien lässig und haben Potenzial, um in Zukunft wieder zu wachsen, so Merk. VN-sca