Wirtschaft Aktuell

Markt / 08.04.2018 • 22:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der russische Oligarch Oleg Deripaska. AP
Der russische Oligarch Oleg Deripaska. AP

Hauptstadt ohne Flughafen

Berlin Der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat seine Forderung nach einem Weiterbetrieb des Flughafens Tegel bekräftigt. „Wenn nichts passiert, läuft Berlin Gefahr, Ende 2019 gar keinen Flughafen mehr zu haben“, sagte Scheuer der „FAZ“.

 

Neuer Chef für Deutsche Bank?

Frankfurt Christian Sewing soll neuer Chef der Deutschen Bank werden und damit Nachfolger von John Cryan. Die Aufsichtsratssitzung, in der der Wechsel abgesegnet wird, dauerte am Sonntag aber bis Mitternacht an. Sewing führt das Privatkundengeschäft und ist Co-Vizechef. In seinen knapp drei Jahren an der Spitze des Dax-Konzerns war es Cryan nicht gelungen, das schwächelnde Kapitalmarktgeschäft anzukurbeln. Drei Jahre schrieb die Bank tiefrote Zahlen.

 

Sanktionen gegen Deripaska

Moskau Die US-Regierung in Washington hat sieben russische Oligarchen, zwölf ihrer Firmen und 17 hochrangige Funktionäre der russischen Regierung mit Sanktionen belegt und ihnen vorgeworfen, von „bösen Aktivitäten“ des russischen Staates weltweit zu profitieren. Unter ihnen ist auch Oleg Deripaska. Sein Wirtschaftsimperium hat globale Verzweigungen und zählt wichtige Großfirmen zu seinen Partnern. Unter anderem hält Deripaska eine Sperrminorität am österreichischen Baukonzern Strabag. Zudem besitzt er über seine Firma Dornton Limited mit Sitz in Nikosia das Luxushotel Aurelio in Lech.

 

Kein Börsengang der Otto Group

Hamburg Der Aufsichtratschef der Otto Group, Michael Otto, hat einem Börsengang des Handelskonzerns eine Absage erteilt. „Für die gesamte Otto Group kommt das nicht infrage. Die Mehrheit liegt in meiner Familienstiftung und wird dort bleiben“, so Otto zur „Welt am Sonntag“. „Wir stehen nicht unter dem Druck von Investoren und können die Gewinne auch einmal im Unternehmen belassen.“ Otto bestätigte aber Pläne, strategische Partner oder Investoren für einzelne Tochterunternehmen zu finden.

 

Europaweite Sammelklagen

Brüssel Die EU-Kommission will einem Bericht zufolge mit der Einführung von europaweiten Sammelklagen den Verbraucherschutz stärken. In künftigen Fällen von „Massenschäden“ könnten damit Verbraucherschutzorganisationen und andere Verbände stellvertretend für geschädigte Kunden gegen Unternehmen vor Gericht ziehen.

 

Trump zuversichtlich

Washington US-Präsident Donald Trump hat sich optimistisch zu einer Beilegung des Handelstreits mit China geäußert. Präsident Xi Jinping und er würden „immer Freunde sein, egal was passiert in unserem Streit über Handel“.