Wachstumsphase

01.05.2018 • 20:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Griechenlands Wirtschaft kommt in Schwung.

Athen Griechenlands Wirtschaft geht aus Sicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in eine Wachstumsphase über. Diese Ansicht vertritt der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras. „Die Reformen tragen Früchte“, sagte Gurría im griechischen Fernsehen (ERT). Er verglich die griechische Wirtschaft mit einer Rakete, die „nach dem Start langsam und danach immer schneller steigt“.

Jetzt rede man nicht von einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone (Grexit) sondern darüber, wie Griechenland aus den Hilfsprogrammen herauskomme. Um dies zu erreichen, sollte es nach Ansicht des OECD-Chefs eine Reduzierung des griechischen Schuldenberges, aber auch Reformen und noch mehr Reformen geben.

Griechenland hatte jüngst die Vorgaben der Gläubiger für den Haushaltsüberschuss ohne Schuldendienst übertroffen. Das Land ist mit fast 180 Prozent seiner Wirtschaftsleistung weiter hoch verschuldet. Die Wirtschaft wuchs 2017 nach fast neun Jahren Schrumpfung und Stagnation erstmals wieder, allerdings mit 1,4 Prozent weniger als erwartet.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Mrd. Euro läuft im August aus. Regierungschef Tsipras ist zuversichtlich, dass mit der Erfüllung aller Reformen und Sparmaßnahmen das Vertrauen der Finanzmärkte dann so gewachsen ist, dass sich Griechenland wieder frisches Geld beschaffen kann. Erste Testläufe mit der Ausgabe von Staatsanleihen wurden bereits erfolgreich bewältigt. Eurogruppen-Chef Mario Centeno hat weitere Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt.