Schönheit allein ist kein Maßstab

Markt / 25.05.2018 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schindlers Beitrag zum Obrist C-Transformer, einer Maschine, die mit Hilfe der Natur Kohlenstoff aus der Atmosphäre entzieht und im Erdboden nachhaltig speichert.
Schindlers Beitrag zum Obrist C-Transformer, einer Maschine, die mit Hilfe der Natur Kohlenstoff aus der Atmosphäre entzieht und im Erdboden nachhaltig speichert.

Dominic Schindler über Design und Herausforderung Industrie 4.0.

Lochau Gerade noch haben die Mitarbeiter von Schindler Creations angeregt mit einem Experten über die Veränderungen in der digitalen Welt diskutiert. Über Bitcoin, Blockchain und Co. Ob diese Entwicklungen ihre Arbeit beeinflussen und wie sie sich auf das Leben der Menschen auswirken?  Open X-Talk nennt sich die Veranstaltungsreihe für die 60 Mitarbeiter, die an zwei Standorten daran arbeiten, die „Dinge für die Menschen besser zu machen“. Ganz sicher, so Dominic Schindler, denn umfassendes Wissen und die Kenntnis der aktuellen Entwicklungen verbessern das Design. Und dieses ist heute weit mehr als eine schöne Hülle für Gerätschaften und Maschinen aller Art. Das Kreativunternehmen, das Standorte in Lochau und Zollikon (CH) betreibt, sieht sich als Spezialist im Bereich Innovationsstrategien für technisch anspruchsvolle Güter und komplexe Systeme.

Komplexe Kreationen

Die Lösungen des Unternehmens, die das Digitale mit dem Physischen vereinen, werden für Firmen wie Volkswagen, den Maschinenhersteller DMG Mori, Doppelmayr oder Obrist entwickelt. Für Obrist etwa eine Maschine, die vorhandene Technologien kombinieren soll und mit Hilfe der Natur Kohlenstoff aus der Atmosphäre entzieht und dann im Boden speichert.

Zum funktionalen wie wohlgefälligen Design müssen inzwischen aber Services und Dienstleistungen mitentwickelt werden. Es gehe darum, die „User Experience“, also die Nutzererfahrung, zu optimieren. Alles muss in dem Gesamtpaket stimmen: der Zugriff mittels Smartphone auf Geräte und die Steuerung der Logistik via Internet, um nur zwei Anforderungen zu nennen. Dafür brauche es einen offenen Geist. Darum der Open X-Talk, darum Firmenräumlichkeiten wie der neue Standort am Lochauer Bodenseeufer.

Der Blick auf den See

Der Blick auf die weite Fläche des Sees (auch der zweite Standort liegt an einem See, dem Zürichsee) sorge für einen offenen Zugang, für Kreativität und Wohlfühlatmosphäre, ist Schindler überzeugt. Es wird was dran sein. Die Atmosphäre ist entspannt, die Ergebnisse der Arbeit überzeugen. Bisher wurden schon rund 4000 Designs – oder besser: Creations – entwickelt und sind weltweit im Einsatz.

„Wir sind nichts anderes als Problemlöser und verbinden die Punkte richtig.“