Verunsicherung an den Aktienmärkten

30.08.2013 • 17:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jürgen Rupp
Jürgen Rupp

schwarzach. Der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex ist im August das vierte Mal in Folge gestiegen. Wie das Ifo-Institut diese Woche mitteilte, legte der Gesamtindex

um 1,3 auf 107,5 Punkte zu. Erwartet worden war nur ein Anstieg auf 107 Punkte. Großer Jubel an den Aktienmärkten blieb jedoch aus. Der Handel an den Aktien- und Rohstoffmärkten wird derzeit von Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konflikts geprägt. Der Ölpreis erreichte den höchsten Stand seit Mai 2011 und die Aktienmärkte kamen unter Druck.

Die Unsicherheit der Anleger vor einer Eskalation der Lage ist groß. Die Sorge könnte mit Blick auf einen bevorstehenden Militärschlag noch weiter steigen. Ein solcher würde die Ölförderung in Nahost und den Transport des Rohstoffs stören. In der Region werden 35 Prozent des weltweit produzierten Öls gefördert.

Die Krise in Syrien dürfte jedoch keine unmittelbare Auswirkung auf die Konjunkturentwicklung haben, dafür ist die syrische Wirtschaft viel zu klein. Falls sich der Konflikt allerdings auf den gesamten Nahen Osten ausbreitet würde, wären negative Effekte zu erwarten.

Jedenfalls erhöht das Thema Syrien die Nervosität an den Märkten noch weiter. Zusätzlich hat die Diskussion über den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik in den USA schon jetzt für Verunsicherung an den Aktienmärkten gesorgt.

Jürgen Rupp,
Teamleiter Wertpapier Consulting, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg juergen.rupp@raiba.at