Wohnungsmarkt auf neuem Allzeit-Rekord

von Redaktion

Schwarzach Wohnungen sind in Vorarlberg äußerst begehrt. Der Trend hält nicht nur seit einigen Jahren an, er erklimmt auch immer wieder neue Gipfel, den steigenden Preise zum Trotz. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Remax Immospiegels für das erste Halbjahr 2018, die auf den Eintragungen in den amtlichen Grundbüchern basieren.

So wurden im ersten Halbjahr 2018 1569 Einheiten verkauft. Das sind um zwei Drittel mehr Wohnungen als noch vor fünf Jahren und eine Steigerung zum Vorjahr von 9,6 Prozent. Zudem wurde damit auch der bisherige Rekord von 2016 um 1,8 Prozent übertroffen. Die Zahl der Wohnungsverkäufe hat heuer also einen neuen Höchststand erreicht.

Die meisten Wohnungen wurden dabei im Bezirk Feldkirch verbüchert (508 Wohneinheiten), gefolgt von Bregenz (456), Dornbirn (350) und Bludenz (255). Während die Bezirke Feldkirch und Bludenz damit Zuwachsraten von 44,3 Prozent bzw. 32,8 Prozent erreichten, gab es in Bregenz (-4,2 Prozent) und Dornbirn (-15 Prozent) Rückgänge bei der Zahl verkaufter Wohnungen.

Gestiegen sind aber nicht nur die Verkäufe, sondern auch der Gegenwert der Wohnungen. Insgesamt lag dieser im ersten Halbjahr bei rund 430 Millionen Euro (+23,9 Prozent). Die Bandbreite der erzielten Preise ist dabei groß. 41 Prozent der Wohnungen waren Neubauwohnungen, die mit durchschnittlich 319.025 Euro verkauft wurden. Ein Viertel der Vorarlberger Wohnungen, die im Halbjahr 2018 verkauft wurden, wurden für weniger als 189.000 Euro den neuen Eigentümern übergeben.

Starker Preisauftrieb

Die Steigerung bei den Preisen bedeutet übrigens ebenfalls einen neuen Rekord, jedoch einen wenig erfreulichen. Aktuell kostet eine Wohnung in Vorarlberg um 38 Prozent mehr als im österreichischen Durchschnitt. Zum Vergleich: Während im Österreich-Schnitt die Wohnungspreise im Fünf-Jahresvergleich um 20,7 Prozent zugelegt haben, lag der Preisauftrieb in Vorarlberg im selben Zeitraum exakt bei 40,3 Prozent. Der Grund dafür liegt am hohen Neubauanteil, wie Reinhard Götze von Remax Immowest in Bregenz und Lauterach erklärt. „Der Neubauanteil bei den gehandelten Wohnungen liegt in Vorarlberg bei 41 Prozent und ist damit beinahe doppelt so hoch wie im Bundesschnitt.“

Hohe Grundstückspreise

Dazu kommen bei den Neubauten die enormen Grundstückspreise und die Baukosten, die aufgrund der Vollauslastung am Bau und bei den Baunebengewerben auch steil nach oben gehen. „Zu viele Baustellen, manche können gar nicht gestartet werden, und zu wenig Professionisten, all das führt zur derzeitigen Situation“, erklärt Götze weiter. Trotz stolzer Preise sei aber die Nachfrage weiterhin hervorragend, weiß der Immobilienmakler. „Erst letzte Woche hatten wir bei einer gut erhaltenen Wohnung über 70 Interessenten bei Besichtigungen.“ VN-reh

„Der Neubauanteil ist in Vorarlberg beinahe doppelt so hoch wie im Bundesschnitt.“

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