Börsenkommentar: Comeback für Emerging Markets

03.03.2019 • 09:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Monika Rosen.

Börsenanalystin Monika Rosen über die Situation in den Schwellenländern.

Die Schwellenbörsen feiern heuer ein Comeback, nach einem sehr enttäuschenden 2018 ging es seit Jahresbeginn rund 8Prozent nach oben. An sich weisen die Emerging Markets ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum auf, haben oft ein wesentlich geringeres Durchschnittsalter als westliche Industrieländer und sind damit wie geschaffen als Zukunftsmärkte für Konsumgüter. Dazu kommt die zuletzt deutlich moderater agierende US Notenbank. Wenn in den USA die Zinsen nicht mehr steigen, begünstigt das die Schwellenbörsen, denn dann bekommen US Anleger am Heimatmarkt keine höheren Renditen mehr und suchen folglich wieder verstärkt ihre Chancen im Ausland. Das alles ist aber natürlich keine Garantie für eine Einbahnstraße nach oben. In Zukunft soll sich das Wirtschaftswachstum weltweit abkühlen, dem werden sich auch die Schwellenländer nicht entziehen können. Dazu kommen spezifische Themen wie der Handelskonflikt der USA mit China. Ganz grundsätzlich brauchen diese Märkte ein Klima der Risikobereitschaft. Wenn an der Börse Optimismus herrscht, steigt üblicherweise auch die Bereitschaft, in den Emerging Markets zu investieren. Zuletzt waren viele Fonds in diesen Märkten unter-investiert, wenn sie jetzt auf den Zug aufspringen, könnte das den Schwellenbörsen zusätzliche Performance bringen.