Wolford unter Druck: Bregenzer Strumpfhersteller spart auch beim Personal

Markt / 02.03.2019 • 06:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
 Die neue Kollektion und die neue Werbelinie komme gut an, heißt es bei Wolford. Doch es dauere, bis man wieder profitabel werde. Wolford/Von Unwerth
Die neue Kollektion und die neue Werbelinie komme gut an, heißt es bei Wolford. Doch es dauere, bis man wieder profitabel werde. Wolford/Von Unwerth

Wolford muss nach neun Prozent Umsatzminus auch beim Personal sparen.

Bregenz Sogenannte Ad-hoc-Meldungen sind für börsennotierte Unternehmen Pflicht. Sie müssen, bevor jemand ungerechtfertigte Vorteile aus den Informationen ziehen kann, öffentlich publiziert werden. Verstöße, auch kleine, werden mit hohen Strafen geahndet, was auch der Bregenzer Strumpfhersteller Wolford mit Schmerzen feststellen musste. Wegen einer zu spät publizierter Ad-hoc-Meldungen hat die FMA eine Geldstrafe von 60.000 Euro ausgesprochen.

Ad-hoc-Meldungen sind aber auch in der Kommunikation schwierig, wie Finanzvorständin Brigitte Kurz im Gespräch mit den VN zu Bedenken gab. Zumindest, wenn die Nachrichten unangenehm sind. Diese Woche war es wieder soweit. Nach einem Umsatzminus von neun Prozent im Geschäftsjahr 2018/19 kündigte Wolford Einsparungen in der Höhe von rund zehn Millionen Euro an. Betroffen davon seien auch Arbeitsplätze, wenn auch der Standort Bregenz nie zur Disposition stand. Hier wurden die Arbeitsplätze bereits „angepasst“. „Das ist bitter, aber es war notwendig“, sagt Kurz. Diese Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. 14 Arbeitsplätze gingen verloren, so Kurz. Weitere Kündigungen seien nicht geplant, tritt sie Befürchtungen entgegen, dass es zu einem großen Aderlass in der Belegschaft komme. Bis statt Rot wieder Schwarz die Modefarbe in der Bilanz des Unternehmens ist, dauert es bis 2020/21, so der Vorstand. Die Maßnahmen seien gesetzt, etwa die Verstärkung der Mannschaft in China oder die Kosten von Dientleistungen und Material. „Aber die Dinge brauchen Zeit“, so Kurz.