Banken wegen Geldwäsche-vorwürfen im Visier

05.03.2019 • 21:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Mehrere Milliarden Euro sollen nach Berichten eines internationalen Recherchenetzwerkes über ein kompliziertes Geldwäschesystem aus Russland in den Westen gelangt sein. Die Spur führt auch zu österreichischen Bankkonten, wie die Rechercheplattform „Addendum“ und das „profil“ berichten.

„Addendum“ zitiert aus einer Anzeige des US-Investmentfonds Hermitage Capital, die Zahlungen von 967 Mill. US-Dollar gefunden haben will, die von verdächtigen Konten bei der Danske-Bank-Tochter in Estland und der Ukio Bankas aus Litauen stammen sollen. Das Geld landete laut Anzeige auf 1055 österreichischen Bankkonten bei 78 Banken. Der größte Teil floss laut Dokumenten auf Konten bei der Raiffeisen Zentralbank. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft erklärt, man prüfe, ob ein Anfangsverdacht vorliegt. Auch die Hypo Vorarlberg taucht in einem Bericht auf. Laut „Addendum“ soll für eine Luxuswohnung in Wien Geld von vier Firmenvehikeln mit Konten bei der estnischen Tochter der dänischen Danske Bank gekommen sein. Die Hypo Vorarlberg erklärt, wegen des Bankgeheimnisses keine Auskünfte geben zu können. „Wir sind jedoch überzeugt, dass wir die geltenden gesetzlichen Vorgaben und Verpflichtungen – auch in Bezug auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung – jederzeit erfüllt haben“, so eine Sprecherin.