Flächendeckende Nahversorgung in Vorarlberg

Markt / 07.03.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nicht in jedem Ort ist die Auswahl so üppig wie im Spar-Markt Albrecht in Feldkirch. Doch ein komplettes Sortiment gibt es in über 80 Vorarlberger Gemeinden. Sams
Nicht in jedem Ort ist die Auswahl so üppig wie im Spar-Markt Albrecht in Feldkirch. Doch ein komplettes Sortiment gibt es in über 80 Vorarlberger Gemeinden. Sams

99 Prozent der Vorarlberger haben mindestens ein Geschäft mit Vollsortiment im Ort.

Feldkirch Von wegen Lädele-Sterben. In Vorarlberg haben 99 von 100 Vorarlbergern einen kurzen Weg zum Nahversorger. Das zeigt die aktuelle Strukturanalyse des Vorarlberger Lebensmittelhandels, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Fachgruppe der Lebensmittelhändler in der Wirtschaftskammer erhebt seit 1970 Jahr für Jahr die Verkaufsflächen des Lebensmittel-Einzelhandels mit Vollsortiment und seit 1990 auch jene der Diskonter.

Neun Gemeinden ohne Laden

„Die Nahversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist weiterhin sehr gut: 99 Prozent der Vorarlberger haben mindestens ein Geschäft mit Komplettsortiment im Ort“, berichtet Fachgruppenobmann Dietmar Brunner über die aktuelle Erhebung und erklärt: „Zum Stichtag sind nur neun Gemeinden dauerhaft ohne eigenes Lebensmittelgeschäft. Ein wichtiger gesellschafts- und sozialpolitischer Beitrag des Lebensmittelhandels liegt in der weitgehend flächendeckend funktionierenden Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfes.“

Ein vollständiges Lebensmittelsortiment und Waren des täglichen Bedarfs bieten im Land 230 Geschäfte an, deren Gesamtfläche beträgt rund 129.000 Quadratmeter. Über alle Betriebstypen hinweg, also  vom Vollsortimenter über Spezialitätengeschäfte, Metzgereien bis zu Tankstellenshops, Diskonter und Anbieter ethnischer Sortimente, bestehen aktuell 613 Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von ca. 145.000 Quadratmeter.

„Derzeit sind nur neun Gemeinden dauernd ohne eigenes Lebensmittelgeschäft.“

Dietmar Brunner
Spar-Händler, Sprecher Lebensmittelhandel

Zum Stichtag der Erhebung bestehen 199 Lebensmittel-Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 110.826 Quadratmeter. Das sind immerhin 5000 Quadratmeter mehr als vor fünf Jahren, so Brunner. Während über Jahre die Zahl der Geschäfte in kleinen Orten zurückging, sind in der jüngeren Vergangenheit wieder stärker Investitionen in zentral gelegene Standorte auszumachen, „auch in kleineren Gemeinden“, kommentiert der Sprecher des Lebensmittelhandels die Zahlen. Diskonter werden größer

Diskonter werden größer

31 Diskonter bieten ein kleineres Sortiment auf 18.628 Quadratmetern Fläche an. Die Zahl der Lebensmittel-Diskonter hat sich seit 1990 bis zum 1. Jänner 2019 von 19 auf 31 erhöht, deren Verkaufsfläche ­– ausgehend von ursprünglich 5600 Quadratmetern – hat sich mehr als verdreifacht. Das Angebot ist ebenfalls größer geworden: Zu den Eigenmarken kommen vermehrt Markenartikel, der Trend zu Bio und Regionalität ist auch bei den Diskontern nicht zu übersehen. Außerdem haben sie sich zu echten Konkurrenten z. B. der Bäckereien ob ihrer Frischbrot-Angebote entwickelt.