Dental 4.0 sorgt bei Ivoclar Vivadent für Verzögerung und bescheidenes Plus

12.03.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Liechtensteiner Dentalspezialist Ivoclar Vivadent beschäftigt in Bürs rund 130 Mitarbeiter.VN/HB
Der Liechtensteiner Dentalspezialist Ivoclar Vivadent beschäftigt in Bürs rund 130 Mitarbeiter.VN/HB

Dentalspezialist realisierte Umsatzwachstum trotz schwieriger Bedingungen.

Schaan, Bürs Der Liechtensteiner Dentalspezialist Ivoclar Vivadent, der in Bürs seit vielen Jahren eine Niederlassung mit rund 130 Arbeitsplätzen unterhält, an dem sämtliche Geräte des Unternehmens hergestellt werden, und Arbeitgeber für zahlreiche Vorarlberger Grenzgänger ist,  hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzplus von 1,3 Mill. Franken abgeschlossen. Der Gesamtumsatz betrug 810 Mill. Schweizer Franken. Im ersten Halbjahr 2019 liegt der Unternehmensfokus auf der personellen Weichenstellung für die Zukunft: Diego Gabathuler wird ab 1. Juli 2019 das Amt als CEO übernehmen (die VN berichteten).

Dass das Wachstum schwächer ausfällt als in den Vorjahren, führt Noch-CEO Robert Ganley auf mehrere Faktoren zurück: «Die Zahnarztprodukte entwickelten sich überdurchschnittlich positiv. Aufgrund der Veränderungen im Markt und der Digitalisierung im Dentallaborbereich haben wir es aber mit einem immer anspruchsvolleren Wettbewerbsumfeld zu tun.» Ausserdem konnte aufgrund von Verzögerungen das geplante Wachstum mit Ivoclar Digital nicht realisiert werden: «Die Entwicklung unserer Fräsmaschinen hat länger gedauert als geplant. Die Qualität steht  jedoch bei uns immer an erster Stelle, selbst wenn dies bedeutet, dass wir bei den Umsatzzielen Kompromisse eingehen müssen.»

Immerhin ist das Flaggschiff der Fräsmaschinen-Serie für Dentallabore nun sehr erfolgreich gestartet. Ein kräftiges Wachstum bei Hardware und Software macht ausserdem deutlich, dass digitale Prozesse im Dentalbereich immer wichtiger werden.

Neben dem laufenden Geschäftsjahr hat Ivoclar Epochales im Fokus. 2023 feiert die Firma den 100. Geburtstag und macht sich selbst ein großes Geschenk, nämlich eine neue Zentrale in Schaan. Dem Neubau ging ein Architekturwettbewerb voraus, bei dem sich die Feldkircher Marte Marte Architects mit einem solitären Gebäudeentwurf durchsetzten.

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