Familienbetrieb mit langer Tradition bringt Techniker auf Schiene

Markt / 14.04.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mirjam Visintainer: “ Spaß an der Arbeit stärkt den Teamgedanken.“ LERCH

Mirjam Visintainer vom Autohaus Malin im VN-Interview: „Talente von heute werden zu Profis von morgen.“

Christine Mennel

Schon seit 1962 bildet das Autohaus Lehrlinge aus. Das ist ganz schön lange.

Ja, derzeit lernen acht Lehrlinge bei uns Kfz-Technik, Karosseriebautechnik, Lackierer, Einzelhandel und Bürokauffrau. Wir haben keine Lehrwerkstatt, unsere Lehrlinge lernen direkt im Arbeitsalltag von den Gesellen und Mitarbeitern.

53 Prozent der Jugendlichen in Vorarlberg machen eine Lehre. Was müssen die Unternehmen tun, um attraktiv zu bleiben oder um noch besser zu werden?

Wichtig ist, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen. Neben der fachlichen Ausbildung im Haus unterstützen wir unsere Lehrlinge in schulischen Belangen und versuchen, in schwierigen Situationen zu helfen, so weit es für uns möglich ist.

Wie reflektieren Sie, ob Ihre Ausbildung up to date ist bzw. den Anforderungen der Zukunft standhält?

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Ausbildung von Kfz-Techniker(inne)n. Durch immer wieder neue Technologien im Automobilsektor sind unsere Facharbeiter und Meister durch Aus- und Weiterbildung stets auf dem neuesten Stand der Technik und geben dies natürlich auch unseren Lehrlingen weiter.

Wie geht es Ihnen mit den Jugendlichen?

Es macht sehr viel Spaß, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Im Großen und Ganzen sind die Lehrlinge bereit zu lernen und freuen sich über unsere Unterstützung. Klar gibt es auch Herausforderungen, aber gerade wenn sich ein Jugendlicher positiv entwickelt und die Lehrabschlussprüfung positiv abschließt, freut es uns umso mehr und stärkt uns im Team.

Über welche Stärken sollte ein Ausbilder verfügen?

Freude an der Arbeit mit jungen Menschen, Verständnis für die Jugendlichen, aber auch klare Ansagen und Konsequenzen.

Die Erwartungshaltung besonderer Talente steigt. Sie stellen hohe Ansprüche an den Arbeitgeber. Was muss man den Jugendlichen bieten?

Wichtig ist, anhand von Teambuilding-Tagen bzw. gemeinsamen Unternehmungen eine gute Basis zu schaffen. Wir bieten unseren Lehrlingen auch die Möglichkeit der Lehre mit Matura, ein junger Mann ist gerade im Endspurt. Die Zusammenarbeit zwischen Schule/Eltern und Ausbildner ist uns auch sehr wichtig. Der Lehrling muss sich als Teil des Malin-Teams fühlen.

Wie schaffen Sie es, dass High Potentials Ihnen die Treue halten?

Wir sind ein Familienbetrieb mit sehr langer Tradition. Trotz oder vielleicht gerade deswegen sind wir ein absoluter Fachbetrieb im Bereich Kfz-Technik und Karosserietechnik. Wir bilden uns laufend weiter und sind, gerade auch was neue Technologien wie Elektromobiliät anbelangt, einer der Vorzeigebetriebe im Land. Unsere Mitarbeiter schätzen die wirtschaftliche Sicherheit, die Nähe zum Arbeitsort und die Möglichkeit der Weiterbildung und zum Aufstieg im Betrieb.

Sie sind schon drei Mal „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ geworden. Wie wichtig sind die Lehrlinge für den Betrieb?

Sehr wichtig! Unser gesamtes Personal in der Kfz-Werkstätte hat bereits bei uns gelernt und ein Großteil der Serviceberater und des Ersatzteilpersonal auch. Nur durch Ausbildung können wir uns unsere Facharbeiter von morgen sichern.

Zur Person

Miriam Visintainer

Ausbildung Lehre mit Abschluss zur Bürokauffrau

Laufbahn Lehre Bürokauffrau, Ausbildung zur Kundendienstberaterin, Lehrlingsausbilderin, Assistenz der Geschäftsleitung

Alter 34

Hobbys Radfahren, Schwimmen

www.autohaus-malin.at