Neuberechnung der Kammerumlage 1

Markt / 05.05.2019 • 19:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rankweil Mitglieder der Wirtschaftskammer müssen die sog. Kammerumlage 1 (KU 1) an das Finanzamt abführen, wenn die im Inland erzielten steuerbaren Nettoumsätze im Kalenderjahr den Betrag von 150.000 Euro übersteigen. Auch steuerfreie Umsätze (z. B. innergemeinschaftliche Lieferungen) werden in diese Grenze mit eingerechnet. Bemessungsgrundlage für die KU 1 sind die geltend gemachten Vorsteuern, die Einfuhrumsatzsteuer, die Erwerbsteuer und die auf den Unternehmer übergegangene Umsatzsteuerschuld (Reverse Charge).

Seit dem 1. Jänner 2019 gibt es zwei wesentliche Neuerungen bzw. Entlastungen bei der Berechnung der KU 1:

Degressiv gestaffelter Tarif: Der Steuersatz, der auf die Bemessungsgrundlage angewandt wird, ist ab 1. Jänner 2019 reduziert und degressiv gestaffelt worden. Bis zu einer Bemessungsgrundlage von 3 Mill. Euro beträgt der Steuersatz 0,29 Prozent, zwischen 3 und 32,5 Mill. beträgt er 0,2755 Prozent und über 32,5 Mill. 0,2552 Prozent.

Neue Bemessungsgrundlage: Vorsteuern, die auf Investitionen in das Anlagevermögen entfallen, werden aus der Bemessungsgrundlage ausgeschieden. Diese Ausnahme bezieht sich auf das gesamte Anlagevermögen und unterscheidet nicht zwischen neuen und gebrauchten Wirtschaftsgütern und gilt auch für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 400 Euro. Ebenso ist es unerheblich, ob das Anlagevermögen angeschafft oder selbst hergestellt wurde.

Die KU 1 muss vierteljährlich selbst berechnet und spätestens am 15. des zweitfolgenden Monats an das Finanzamt entrichtet werden.

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