Rupp Käse übernimmt Sennerei Doren-Huban

17.05.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Blick in den Käsekeller der Sennerei Doren-Huban, der renoviert wird. Auch in der Produktion sind Investitionen notwendig.   VN
Blick in den Käsekeller der Sennerei Doren-Huban, der renoviert wird. Auch in der Produktion sind Investitionen notwendig.  VN

Die Genossenschaft beschließt in der Generalversammlung die Veräußerung des Betriebs und der Liegenschaft.

Doren, Hörbranz Käse, Butter und andere Milchprodukte der Sennerei Doren Huban gehören zum Besten, was man kriegen kann. Zahlreiche Preise bis hin zum Weltmeistertitel zeigen eindrucksvoll das Können der Senner und Käser aus Doren auf. Richtig gut ist auch das Grundprodukt, aus dem sie ihre kulinarischen Meisterwerke fertigen. Die Milch wird von 27 landwirtschaftlichen Betrieben, die in der Genossenschaft Doren-Huban organisiert sind, geliefert. Insgesamt hat die Genossenschaft rund 90 Mitglieder.

Einstimmige Entscheidung

Diese haben am Donnerstagabend bei der Generalversammlung eine weitreichende Entscheidung getroffen. Einstimmig beschlossen sie, den Betrieb und die Liegenschaft an die Privatkäserei Rupp zu verkaufen. Einstimmigkeit war dem Obmann der Genossenschaft Günter Vögel wichtig.

Obwohl die Produkte einen sehr guten Ruf haben und auch gut verkauft werden, könnte die Sennereigenossenschaft die großen Investitionen, die anstehen, nicht stemmen, heißt es aus Doren. Aufgeschoben werden können sie auch nicht, da es um Produktions- und Hygienestandards geht, die für die künftige Weiterentwicklung notwendig sind. Hätte man keinen Partner gefunden, wäre sogar das Ende des Produktionsstandorts zur Diskussion gestanden, so Vögel, der seit Anfang März als Obmann auch für die wirtschaftlichen Belange zeichnet, in einer Bestandsaufnahme im Frühjahr.

„Doren-Huban soll der Leitbetrieb der zum Unternehmen gehörenden Sennereien werden.“

Josef Rupp, Geschäftsführer Rupp AG

Rupp wird den Betrieb in Doren-Huban mit 1. Juni übernehmen und auf den neuesten Stand bringen. Seine Rolle wird er als Leitbetrieb der zum Unternehmen gehörenden insgesamt vier Sennereien finden, so Firmenchef Josef Rupp im Gespräch mit den VN. Rupp werde in den Betrieb investieren. Der Bedarf sei beträchtlich, betont er. Mit der Genossenschaft, die auch weiterhin besteht, habe man eine Liefervereinbarung mit einem fixen Abnahmepreis für die nächsten Jahre geschlossen. Das ist für die Milchbauern deshalb wichtig, weil derzeit zu viel Milch am Markt ist. Rupp bekommt dafür eine auf dem Markt gut eingeführte Marke, die Potenzial hat, und Mitarbeiter, die zu den besten Käsemachern in der Branche zählen. Dementsprechend stolz ist Rupp auch: „Die Produkte haben eine tolle Qualität und sind immer bei den Besten.“ Die sieben Mitarbeiter produzieren Hart- und Frischkäse, Butter sowie Süßmolke, der Umsatz beträgt knapp 4,5 Mill. Euro.