66,5 Millionen Kilogramm Milch

Markt / 06.06.2019 • 22:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Produktionsleiter Johannes Wehinger, GF Raimund Wachter, Obmann Reinhard Summer und Stv. Reinhard Hofer freuen sich auf die Eröffnung des Neubaus. VMilch

Produktionsleiter Johannes Wehinger, GF Raimund Wachter, Obmann Reinhard Summer und Stv. Reinhard Hofer freuen sich auf die Eröffnung des Neubaus. VMilch

Vorarlberg Milch steigert Umsatz und ist bei Neubau auf der Zielgeraden.

Feldkirch 454 Landwirte lieferten der Vorarlberg Milch im vergangenen Jahr 66,5 Millionen Kilogramm Milch, um 1,8 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor und rund 185.000 Liter pro Tag. Ihnen wurden dafür 25,9 Millionen Euro an Milchgeld ausbezahlt. Das entspricht einem durchschnittlichen Preis von 38,4 Cent pro Kilogramm Milch.

Dabei war das vergangene Jahr, wie Vorarlberg Milch Geschäftsführer Raimund Wachter betont, stark von witterungsbedingten Schwankungen bei der Anlieferung gekennzeichnet, die den Milchpreis schwanken ließen. „In der ersten Jahreshälfte gab es bei der Anlieferung eine Steigerung, in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der Dürre einen Rückgang. Daher war es insgesamt ein anspruchsvolles Jahr.“

Mit dem Wirtschaftsjahr 2018 ist Wachter trotz dieser Herausforderungen aber insgesamt zufrieden. Dass die Zahl der Lieferanten bzw. Landwirte um 1,3 Prozent zurückging, sei eine normale Entwicklung. Mit einem Warenumsatz von 50,5 Millionen Euro lag man um 1,2 Prozent über dem Vorjahr. 26 Prozent davon wurden im Export erzielt.

Ein Erfolg sei auch der Bilanzgewinn in Höhe von 159.054 Euro. Schließlich stehe Vorarlberg Milch im Eigentum der Landwirte und sei deshalb nicht auf Gewinnmaximierung, sondern auf einen bestmöglichen Milchpreis ausgerichtet.

Ein Meilenstein für die Genossenschaft wird heuer jedenfalls die Fertigstellung des Neubaus im Herbst. 25 Millionen Euro werden insgesamt in Käsekeller, Käseabpackung sowie das Hochregallager mit 3000 Palettenplätzen investiert. „Das Budget können wir einhalten, auch wenn das in der heutigen Zeit nicht ganz einfach ist“, so Wachter.

Viele Prämierungen

Dass die Entscheidung hin zu mehr Käsekompetenz richtig war, bestätigt sich in den vielen Auszeichnungen, die der Käse von Vorarlberg Milch im vergangenen Jahr einheimsen konnte. Ein Doppelsieg beim Käsekaiser und zehn Medaillen bei den WorldCheeseAwards.

Wichtig ist Wachter zu betonen, dass durch den Ausbau des Standorts nicht mehr Milch benötigt werde. „Das Projekt ist auf die bestehende Menge ausgelegt. Wir erhöhen die Veredelung und die Reifekapazität.“ Das Generationenprojekt, wie es bei Vorarlberg Milch genannt wird, sei nicht nur ein Meilenstein für die betriebliche Entwicklung sondern auch ein ganz klares Bekenntnis zur Vorarlberger Milchwirtschaft. VN-reh

Wirtschaftsjahr 2018

Milchlieferanten 454 (-1,3%) 

Mitarbeiter 122

Anlieferung 66,5 Mill. kg (+1,8%)

ausbezahltes Milchgeld 25,9 Mill. Euro (Ø 38,4 Cent/kg)

aktueller Milchpreis Mai 2019 gentechnikfreie Milch (39,2 Cent), Heumilch (45,3 C.), Biomilch (50,4 C.)

Warenumsatz 50,5 Mill. (+1,2%)

Absatz Inland 74 %, Export 26 %

Bilanzgewinn 159.054 Euro

Investitionen 2018 13,9 Mill. Euro