Wirtschaftsmächte warnen vor Risiken

Markt / 10.06.2019 • 19:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
US-Präsident Trump verschärfte die Kontrollen gegen China.reuters
US-Präsident Trump verschärfte die Kontrollen gegen China.reuters

G-20-Erklärung: „Geringes Wachstum und Abwärtstrends“.

Fukuoka Die Top-Wirtschaftsmächte sehen in den zunehmenden Handelsspannungen ein Risiko für die Weltwirtschaft. „Das Wachstum bleibt gering und Abwärtsrisiken bestehen. Vor allem haben Handelsspannungen und geopolitische Konflikte zugenommen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im japanischen Fukuoka.

Zu den G-20-Staaten gehören unter anderem die USA, China, Deutschland und Frankreich. Diese Risiken sollten weiter angegangen werden, hieß es in der Erklärung weiter. Die Erklärung kam vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA. US-Präsident Donald Trump hatte neben Strafzöllen gegen China den Handelskrieg mit dem Land in den vergangenen Wochen verschärft, indem er den chinesischen Telekom-Riesen Huawei auf eine „schwarze Liste“ setzte. Damit unterliegen dessen Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen.

Als Antwort auf die US-Sanktionen kündigte Peking an, eine eigene Liste mit „unzuverlässigen“ ausländischen Firmen aufstellen zu wollen. Auch drohte China mit einer Verknappung der Seltenen Erden. Die 17 Metalle, zu denen Neodym, Lanthan und Cer gehören, werden besonders in der High-Tech-Industrie benutzt – etwa für Smartphones, Computer und andere Elektrogeräte oder Windkraftanlagen und Autos. Die USA beziehen 80 Prozent dieser Metalle aus China.