Starker Rückgang der Privatinsolvenzen

13.06.2019 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gegenüber dem Vorjahr 104 Privatkonkurse weniger.

Wien, Schwarzach Wie von Fachleuten vermutet, gehen die Privatinsolvenzen nach einem Hoch im vergangenen Jahr nun wieder zurück. Und zwar gleich um 104 Fälle gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in seiner Halbjahresbilanz 2019 mitteilte. Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist gleich hoch wie im vergangenen ersten Halbjahr, wie aus der Statistik zu ersehen ist. Die größte Pleite mit 11,106 Millionen Euro legte das Lustenauer Textilunternehmen Alge Elastic GmbH hin. Die Insolvenz kostete außerdem 120 Mitarbeiter den Arbeitsplatz. 40 Mitarbeiter sind von der Insolvenz des Festspielcaterers evenTZ Hospitality GmbH betroffen, der allerdings weitermachen wird. Das Gastronomieunternehmen findet sich nicht unter den höchsten Schadenssummen.

Dort ist Alge Elastic die Nummer eins, Compact Global GmbH mit 2,581 Millionen auf Platz zwei. Dann folgen sieben Privatpersonen (darunter eine Hinterlassenschaft) mit Schulden zwischen 926.000 und 2,131 Millionen Euro. Die Branche mit den meisten Insolvenzen ist das Gastgewerbe mit 14 Ausfällen, am Bau waren es zehn – in beiden Branchen deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Im Österreichvergleich glänzt Vorarlberg mit den niedrigsten Zahlen: Bei den Firmeninsolvenzen findet sich das Land mit 78 wieder, so viel wie im ersten Halbjahr 2018.

Top 10 Insolvenzen

Alge Elastic GmbH, Lustenau 11.106.000,00
Compact Global GmbH            2.581.000,00
Privatperson, Sulz                  2.131.000,00
Privatperson Klaus                 1.489.000,00
Privatperson, Lochau             1.362.000,00
Privatperson 1.074.000,00
Privatperson, Hörbranz             986.000,00
Ruhende Verlassenschaft, Hard 927.000,00
Privatperson, Dornbirn             926.000,00
Fetz Werkraum GmbH, Dornbirn 660.000,00