Mit 19 Millionen zum Vorzeigeprojekt

Markt / 21.06.2019 • 19:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Markus Linhart, Interspar-Geschäftsleiter Kurz Fleckinger, Regionaldirektor Andreas Mark und Österreich-Geschäftsführer Markus Kaser. Interspar
Bürgermeister Markus Linhart, Interspar-Geschäftsleiter Kurz Fleckinger, Regionaldirektor Andreas Mark und Österreich-Geschäftsführer Markus Kaser. Interspar

Interspar Bregenz wird bis Juli 2020 bei laufendem Betrieb innen und außen komplett erneuert.

Bregenz 43 Jahre hat der Interspar in Bregenz sprichwörtlich „auf dem Buckel“. Nun wird der in die Jahre gekommene Markt innen wie außen komplett erneuert. Gedanklich war das schon länger geplant, wie Interspar Österreich Geschäftsführer Markus Kaser erklärt. Nur habe man sich aufgrund der Lage in der Stadt bzw. an einer stark befahrenen Straße und einer Kreuzung sowie der besonderen Situation, dass sich oberhalb des Gebäudes Wohnungen befinden, lange nicht darüber getraut. „Vor Baubeginn haben wir das Einverständnis aller Anrainer des Gebäudes eingeholt“, sagt Regionaldirektor Andreas Mark über das hergestellte Einvernehmen.

Im Mai ist der Baubeginn erfolgt. In drei Etappen wird alles komplett neu gemacht. Der Markt bleibt während des gesamten Umbaus, in den Interspar 19 Millionen Euro investiert, geöffnet. Wenn auch mit verkleinertem Sortiment und Fläche. Nur das Restaurant wird von November bis zur Eröffnung im Juli 2020 geschlossen bleiben. Dafür, so Kaser, werde es nach dem Umbau nicht mehr wiederzuerkennen sein. „Es könnte auch in Mailand stehen“, so Kaser. Es bekommt eine Terrasse, eine Cafebar sowie eine Pastaküche, in der die Speisen „á la minute“ zubereitet werden. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Tiefgarage neu gestaltet und in die Gebäudesubstanz, die durch das Hochwasser gelitten habe, investiert. Die Verkaufsfläche bleibt mit 3250 Quadratmetern unverändert. Dafür wird sich dort nach der Bauphase reichlich Neues finden. „Erstmals gibt es im Markt eine Küche, in der frische Produkte wie Bowls oder Suppen gekocht werden, sowie einen Sushi-Meister.

Es braucht auch Großfläche

Nach der Fertigstellung im Juli 2020 werde Bregenz der modernste Markt Europas sein. „Ein Vorzeigeprojekt hinsichtlich innerstädtischer Nahversorgung auf Großfläche“, so Kaser. Denn es brauche in einer Stadt neben Lebensmittel auch ein Angebot vom Kochlöffel bis zur Pfanne. Davon ist auch der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart überzeugt. „Das Vorkloster ist der am dichtesten besiedeltste Raum in Vorarlberg. Nahversorgung bedeutet nicht nur den kleinen Laden an der Ecke. Der Interspar ist daher ein unverzichtbares Angebot in der Stadt.“ Von den 90 Mitarbeiter wird indes niemand seinen Job verlieren. Man reagiere mit verschiedenen Modellen wie Überstunden- und Urlaubsabbau sowie der Kooperation mit anderen Standorten. VN-reh

So wird sich der Interspar in Bregenz nach der Fertigstellung im Juli des kommenden Jahres präsentieren. interspar
So wird sich der Interspar in Bregenz nach der Fertigstellung im Juli des kommenden Jahres präsentieren. interspar
Auch Pastahersteller Stefan Schwendinger ist einer der lokalen Lieferanten. 
Auch Pastahersteller Stefan Schwendinger ist einer der lokalen Lieferanten. 
Richard Güfel und Barbara Di Domizio-Güfel beliefern Interspar. Interspar
Richard Güfel und Barbara Di Domizio-Güfel beliefern Interspar. Interspar

Fakten zu Interspar

Standorte 64, davon 5 in Vorarlberg

Mitarbeiter 9331, davon 662 in Vorarlberg

Investitionsvolumen 2019 66,7 Millionen Euro

Neubau Interspar Bregenz

Wiedereröffnung Juli 2020

Investition 19 Millionen Euro

Architektur Kulmus/Bügelmayer