Altenrhein kämpft gegen hohe Skyguide-Kosten

10.07.2019 • 16:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Flugüberwachung und Wetterdienst müssen von den regionalen Flughäfen wie dem Peoples Airport Altenrhein derzeit beim Monopolisten geordert werden.Fa/Dietsche
Flugüberwachung und Wetterdienst müssen von den regionalen Flughäfen wie dem Peoples Airport Altenrhein derzeit beim Monopolisten geordert werden.Fa/Dietsche

Regionalflughafen hofft weiter auf Unterstützung des Bundes.

Altenrhein Bereits im Jahr 2015 klagten die Schweizer Regionalflughäfen, dass sie mit der Flugsicherheitsfirma Skyguide und dem Wetterdienst Meteoswiss auf Monopolisten mit entsprechend hohen Kosten angewiesen sind und keine Möglichkeit hatten, auf andere Anbieter auszuweichen. Deshalb trug der Schweizer Bund bis 2015 diese Kosten, danach sollten die Flugplatzbetreiber selbst dafür bezahlen. Was diese grundsätzlich nicht ablehnten. Was ihnen allerdings nicht passte, ist, dass sie keine Wahl hatten, wer den Himmel für sie beobachtet und das Wetter vorhersagt.

In den vergangenen Jahren haben die Kantone und die Schweizer Regierung eingelenkt und einen Teil der Kosten übernommen, denn seit heuer dürfen auch ausländische und private Flugsicherungsdienste in der Schweiz tätig sein. Bislang fehlt diesen aber noch die Zulassung. Dennoch könnte bald Schluss sein mit der Unterstützung, denn die Schweizer Regierung evaluiert, welche der elf Regionalflughäfen künftig noch subventioniert werden sollen. Dabei geht es netto – also nach Abzug des Kerosionzolls – um rund sieben Millionen Euro für alle elf regionalen Flughäfen in der Schweiz.

Für den Eigentümer des Flughafens, Markus Kopf, ist klar, dass die neue Konkurrenz bei der Flugsicherheit die Kosten dämpft. Momentan aber sei man auf die Subvention noch angewiesen. Mit dem Kanton St. Gallen sei man im Gespräch über eine Verlängerung der Unterstützung, so Kopf, in Bern habe der Kanton bereits einen entsprechenden Entschluss für den eigenen Regionalflughafen gefasst. Er könne sich aber sehr gut vorstellen, dass auch das Land Vorarlberg dazu einen Beitrag leiste, „ist doch die Fluglinie mit Ziel Wien und damit auch der Flughafen besonders für Vorarlberg existenziell wichtig“.

Sollte Peoples aber auf den Kosten für Skyguide und Meteoswiss sitzen bleiben, müsse man die Gebühren weitergeben. An die Passagiere der Fluglinie, die dann mit rund zehn Euro Mehrkosten rechnen müssten, und an die Flugunternehmen oder Privatpiloten, die am Flughafen Altenrhein starten und landen. VN-sca

„Wenn wir keine Unterstützung mehr bekommen, müssen wir die Kosten weitergeben.“