Ein Hotel nicht nur für Fremde

12.07.2019 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
David Eberle hat die Leitung des Hotels Ibis in Bregenz im Sommer 2016 übernommen. VN/HRJ

Firmen im Fokus: Das Hotel Ibis in Bregenz feiert 15-jähriges Bestehen.

Heidi Rinke-Jarosch

BREGENZ Eine Gruppe junger Leute sitzt an einem Tisch in der Lounge. Die Rezeptionistin erklärt einem Paar etwas auf dem Stadtplan. Dann beantwortet sie Fragen eines Herrn, der auschecken will.

Es ist kurz nach 11 Uhr. Um diese Uhrzeit merkt man gar nicht, dass das Hotel Ibis fast voll ist. Die meisten Gäste sind Gymnaestrada-Teilnehmer aus den USA, der Rest Geschäftsleute und Stammgäste.

David Eberle mag es, wenn im Haus viel los ist. Wenn Menschen verschiedener Nationalitäten die Lounge bevölkern und sich wohlfühlen. Der 38-jährige Tourismuskollegabsolvent arbeitet seit 2006 (mit einer Unterbrechung) im Ibis, das der französischen Hotelkette Accor gehört, zunächst als Rezeptionschef, mittlerweile als Direktor.

2003 Baubeginn, 2004 Eröffnung

Eberle ist in der Straße neben seinem Arbeitsort aufgewachsen. „Das Grundstück, auf dem das Hotel steht, war einst eine Wiese mit einem Holzhaus“, erzählt er. Im April 2003 wurde mit dem Bau des aus insgesamt vier Gebäudeteilen bestehenden Hotels begonnen. Die Eröffnung war am 14. Juli 2004. Am Tag darauf, dem 15. Juli, schliefen die ersten Gäste in den Zimmern. „Das war kurz vor Beginn der Bregenzer Festspiele“, erinnert sich David Eberle. Also gerade noch rechtzeitig vor dem während der Festspielsaison üblichen Gästeansturm auf die Stadt.

Als Direktor des Beherbergungsbetriebes, bei dem anfangs zehn Mitarbeiter angestellt waren, fungierte Marc Caesar. 2010 übernahm Franz Schlatter die Leitung, er ist jetzt fürs Hotel Mercure verantwortlich. David Eberle wurde der Chefposten im Sommer 2016 anvertraut.

Besonders gute Lage

Das Ibis ist ein Hotel Garni – es hat also kein Restaurant – und ist mit 96 Nichtraucherzimmern ausgestattet. Das Haus in der St. Annastraße hat den Vorteil einer besonders guten Lage: Stadtzentrum und See sind vor der Tür. Der Bahnhof steht gegenüber. Das Casino sowie das Festspielhaus erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten.

Mit der Auslastung ist Eberle zufrieden. „Trotzdem steht unser Hotel nicht nur auswärtigen Gästen zur Verfügung“, informiert er. Falls Einheimische Besuch bekommen und keinen Platz in ihrer Wohnung haben, „bieten wir deren Angehörigen und Freunden Nächtigung mit Frühstück zu einem Nachbarschaftspreis an“. Voraussetzung ist lediglich die Verfügbarkeit von Zimmern. Das Nachbarschaftsfrühstück kann man indes auch ohne Zimmerbuchung genießen. Dabei werden zwei Frühstücke bezahlt, das dritte ist gratis.

David Eberle hat auch Anekdoten auf Lager. Diese etwa: „Wir haben einen Stammgast, der beruflich oft in Vorarlberg unterwegs ist. Er genießt die Ruhe und Aufmerksamkeit in unserem Hotel immer so sehr, dass er schon oft die Zeit vergessen hat und somit zu spät zum Check-out gekommen ist. Wir rufen ihn dann immer im Zimmer an und weisen ihn darauf hin. Dann kommt er immer lachend an die Rezeption und sagt, er kann nirgends besser arbeiten als bei uns.“

Einladung auf ein Glas Sekt

Am Montag feiert das Hotel Ibis nun sein 15-jähriges Bestehen. Großes Fest gibt es keines, sagt der Hoteldirektor, aber er lädt Nachbarn, Freunde und Interessenten ein, „auf ein Glas Sekt vorbeizukommen“.

Fakten zum Hotel IBIS

Betrieb Hotel Garni

Eigentümer Französische Hotelkette Accor

Eröffnung 14. / 15. Juli 2004

Mitarbeiter 15