Millionenauftrag für Lustenauer Unternehmen tecnoseal

Markt / 13.07.2019 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gründer, Geschäftsführer und Eigentümer von tecnoseal Lustenau: Gernot Stoppel. VN/STEURER

Größter Einzelauftrag der Geschichte für Lustenauer Dichtungspezialisten.

Lustenau Dichtungen sind im Alltag und auch in der Wirtschaft unverzichtbar. Gut für Gernot Stoppel, der im Jahr 2010 als Produzent von Dichtungen in die Selbstständigkeit startete. Seit der Gründung von tecnoseal hat er dabei ein ordentliches Tempo an den Tag gelegt. Kein Jahr, in dem der Dichtungsspezialist nicht hoch zweistellig zulegen konnte. Und die Zukunftsaussichten sind weiterhin gut. Denn tecnoseal hat gerade den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte an Land gezogen. Der Millionenauftrag stammt von einem internationalen Industriekunden, verrät Stoppel. „Das Projekt wurde von der Auslegung des richtigen Dichtungskonzepts über die Herstellung von Prototypen und Vorserie bis zum Serienstart intensiv mit dem Kunden entwickelt.“

Einzigartiger 3D-Drucker

tecnoseal konnte dabei zwei Dichtungen entwickeln, die zur vollen Funktionstüchtigkeit und absoluten Dichtheit der Produkte führten. „Mit dem in Österreich einzigartigen 3D-Drucker sind wir in der Lage, Dichtungen aus Silikon in zwei verschiedenen Materialqualitäten herzustellen. Zudem können wir mittels Drehautomaten oder Schneideplotter Dichtungen produzieren. Dies war auch für unseren Kunden entscheidend dafür, tecnoseal als Partner zu wählen“, so der Geschäftsführer.

60.000 Dichtungen

Zurzeit werden jeweils 30.000 Dichtungen im Monat in Lustenau produziert und 30.000 bei einer Partnerfirma. Da der Bedarf in den nächsten Jahren laut Gernot Stoppel auf die doppelte Menge steigen soll, sind bei tecnoseal die Weichen derzeit auf weiteres Wachstum gestellt. „Gespräche diesbezüglich sind bereits im Gange. Wir setzen darauf, in Zukunft vom Prototypen bis zur Serie alles inhouse zu produzieren. Auch die Produktschiene der Gummiformteile soll bis Ende des Jahres wesentlich ausgebaut werden.“

Dank dem 3D-Verfahren entstehen bei tecnoseal elastische Silikonmodelle ohne Form. Das ist günstiger und zeiteffizienter und vereinfacht das Prüfen von Dichtungsentwicklungen. Dieses Verfahren könne auch für viele andere Bauteile in der Produktentwicklung eingesetzt werden und ermögliche es dem Unternehmen, vernetzter, kreativer und produktiver zu sein als je zuvor, berichtet Geschäftsführer Stoppel.

Aus verschiedensten Branchen

Die Kunden des Unternehmens kommen dabei aus höchst unterschiedlichen Branchen. Aus dem Maschinen-, Anlagen- und Automobilbau genauso wie aus der Chemie- und Pharmaindustrie, der Medizintechnik, der Lebensmittelbranche oder aus dem Lifestylesegment. So wurde beispielsweise das Prototyping der on-running Schuhsohle aus der Schweiz bei tecnoseal in Lustenau entwickelt.