Risiko: Triebfeder für die Wirtschaft

Markt / 16.07.2019 • 17:02 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Das Vorarlberger Wirtschaftsforum geht heuer ein Risiko ein: Die Referenten berichten über Chancen und Gefahren in Zeiten der Veränderung. VN/Sams
Das Vorarlberger Wirtschaftsforum geht heuer ein Risiko ein: Die Referenten berichten über Chancen und Gefahren in Zeiten der Veränderung. VN/Sams

Wirtschaftsforum 2019: Unternehmen der Euregio Bodensee in einer herausfordernden Zeit.

Schwarzach „Bei Risiken handelt es sich um Informationsunsicherheit über den Eintritt eines Sachverhaltes und die dadurch induzierte Möglichkeit der Beeinträchtigung von Zielen. Risikovermeidung ist mit dem Verzicht auf ein Geschäft oder eine Transaktion gleichzusetzen“, definiert Wikipedia den Begriff. Verkürzt gesagt: Eine Entscheidung – falsch oder richtig –kann entscheidenden Einfluss auf die Zukunft eines Unternehmens haben. Beispiele wie das Unternehmen Eastman Kodak, das früher den Weltmarkt beherrschte und sich im entscheidenden Moment gegen den Einstieg in die Zukunftstechnologie „Digitale Fotografie“ entschied, oder die deutschen Unterhaltungselektronik-Konzerne, die einst marktbeherrschend waren, zeigen, wie schnell der Verzicht auf Risiko aufs Abstellgleis führen kann. Beispiele wie Jeff Bezos, der im Jahr 1994 Amazon gründete und alles auf eine Karte setzte, das Gegenteil.

Triebfeder der Wirtschaft

Nur einige Beispiele, wie Risiko sich auf Unternehmen  auswirkt. Sicher aber ist auch, dass Risiko eine Triebfeder in der Wirtschaft ist. Ohne Visionen, ohne persönlichen Einsatz und Überzeugung wären auch die meisten Unternehmen in Vorarlberg nicht gegründet worden, nicht gewachsen. Risiko müssen Unternehmen auch heute eingehen. Die Disruption verändert die Wirtschaftswelt in fast allen Branchen. Das bietet völlig neue Chancen, kann aber auch ins Abseits führen. Beim heurigen Wirtschaftsforum stehen Persönlichkeiten auf der Bühne, die Risiko eingangen sind und immer wieder eingehen. Der deutsche Alt-Vizekanzler Joschka Fischer etwa, der die Grünen aus der Protestecke führte und zeigte, dass sie auch regierungsfähig sind. Fischer hat immer wieder neu justiert: vom Straßenkämpfer in Frankfurt zum Staatsmann zum Berater von Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit. Ein Thema, das absolut aktuell ist, steht doch neben der digitalen Disruption inzwischen auch die ökologische Disruption auf der Agenda der Wirtschaft. Fischer steht beim Vorarlberger Wirtschaftsforum in guter Tradition: Vor ihm waren schon die deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Gerhard Schröder zu Gast, auch der legendäre Außenminister Hans-Dietrich Genscher berichtete über Entscheidungen, die Europa und die Welt veränderten.

In letzter Sekunde

Buchstäblich in letzter Sekunde hat der oberösterreichische Unternehmer Stefan Pierer mit seinem damaligen Vorarlberger Partner Rudolf Knünz die Traditionsmarke KTM vor dem Untergang gerettet. Er setzte auf eine Firma, die über Jahre im Rückwärtsgang unterwegs war, nur noch von der Vergangenheit lebte. Und er hat mit dem Motorradhersteller nicht nur ein lokales Comeback in Österreich geschafft. KTM zählt heute zu den innovativsten und wichtigsten Herstellern in der Branche weltweit.

Das Wirtschaftsforum ist seit 36 Jahren wichtiger Impulsgeber für die Wirtschaft in einer der stärksten Regionen Europas. Rund um den Bodensee sind Hightech-Unternehmen und hidden Champions in großer Zahl angesiedelt. Gerade für unsere Region sind Impulse, die Auseinandersetzung mit neuen Geschäftsmodellen und dem damit verbundenen Risiko zukunftsentscheidend. Betroffen von einer herausfordernden Zukunft sind alle Bereiche – von der starken automotiven Branche über Zulieferer und Produzenten in der Raumfahrt, die Lebensmittelindustrie genauso wie die starke Verpackungsbranche. Die Referenten des 36. Vorarlberger Wirtschaftsforums zeigen auf, wie sie mit Risiken umgehen, wie sie die Herausforderungen für die Zukunft anpacken, wie sie aus vermeintlichen Nachteilen Vorteile generiert haben oder gerade dabei sind, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln ob der Veränderungen der globalen Wirtschaft und der Veränderung der Kundenbedürfnisse.

Portraits Sabine Herlitschka 2017-02-28

Portraits Sabine Herlitschka 2017-02-28

Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM AG, gründete 1987 zusammen mit dem Vorarlberger Rudolf Knünz die Beteiligungsgesellschaft Cross Industries, aus der die KTM Industries-Beteiligungsgruppe hervorging. Anfang der 1990er-Jahre kaufte er Teile des insolventen KTM Motor-Fahrzeugbaus, aus der 2005 die KTM AG hervorging. Pierer hat das Risiko nicht gescheut und aus dem maroden Unternehmen einen der wichtigsten Motorradhersteller weltweit geformt. Er gilt auch als einer der international einflussreichsten Manager aus Österreich. Neben KTM investiert er in innovative Industrieunternehmen. Aufsehen erregte er mit seiner Spende für die ÖVP.

Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM AG, gründete 1987 zusammen mit dem Vorarlberger Rudolf Knünz die Beteiligungsgesellschaft Cross Industries, aus der die KTM Industries-Beteiligungsgruppe hervorging. Anfang der 1990er-Jahre kaufte er Teile des insolventen KTM Motor-Fahrzeugbaus, aus der 2005 die KTM AG hervorging. Pierer hat das Risiko nicht gescheut und aus dem maroden Unternehmen einen der wichtigsten Motorradhersteller weltweit geformt. Er gilt auch als einer der international einflussreichsten Manager aus Österreich. Neben KTM investiert er in innovative Industrieunternehmen. Aufsehen erregte er mit seiner Spende für die ÖVP.

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG in Villach, ist damit Managerin eines der wichtigsten Innovationstreibers der österreichischen Wirtschaft. Seit 2012 verantwortete sie als Vorstand die Bereiche Technik und Innovation, seit 2014 führt sie das Unternehmen. Die Salzburgerin ist Mitglied im Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Sabine Herlitschka, die auch als Vizerektorin der Universität Graz und als Bereichsleiterin der Forschungsförderungsgesellschaft Akzente setzte, glaubte  früh an die E-Mobilität, in der Halbleiter, wie sie Infineon produziert, deutlich stärker nachgefragt sind als bei den bisher üblichen Antriebssystemen.

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG in Villach, ist damit Managerin eines der wichtigsten Innovationstreibers der österreichischen Wirtschaft. Seit 2012 verantwortete sie als Vorstand die Bereiche Technik und Innovation, seit 2014 führt sie das Unternehmen. Die Salzburgerin ist Mitglied im Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Sabine Herlitschka, die auch als Vizerektorin der Universität Graz und als Bereichsleiterin der Forschungsförderungsgesellschaft Akzente setzte, glaubte  früh an die E-Mobilität, in der Halbleiter, wie sie Infineon produziert, deutlich stärker nachgefragt sind als bei den bisher üblichen Antriebssystemen.

Joschka Fischer, deutscher Politiker und Lobbyist, war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler Deutschlands und ist Galionsfigur der deutschen Grünen. Der 1948 geborene Sohn ungarndeutscher Eltern wurde 1983 für die Grünen in den deutschen Bundestag gewählt. Von 1985 bis 1987 und 1991 bis 1994 war er hessischer Umweltminister. 1998 bis 2005 war er Mitglied der ersten rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Danach war und ist er beratend oder als Lobbyist für Siemens, BMW, Rewe, RWE, OMV und den Hanf-Produzenten Tilray tätig. 2006 übernahm er eine Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Princeton University.

Joschka Fischer, deutscher Politiker und Lobbyist, war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler Deutschlands und ist Galionsfigur der deutschen Grünen. Der 1948 geborene Sohn ungarndeutscher Eltern wurde 1983 für die Grünen in den deutschen Bundestag gewählt. Von 1985 bis 1987 und 1991 bis 1994 war er hessischer Umweltminister. 1998 bis 2005 war er Mitglied der ersten rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Danach war und ist er beratend oder als Lobbyist für Siemens, BMW, Rewe, RWE, OMV und den Hanf-Produzenten Tilray tätig. 2006 übernahm er eine Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Princeton University.

Didier Cuche, Schweizer Skirennläufer, wird auch Kaiser von Kitzbühel genannt. Fünf Mal, 1998, 2008, 2010, 2011 und 2012 auf der Streif, seiner Lieblingsabfahrt, erfolgreich, so oft wie sonst kein Rennläufer. Risiko gehörte für den Walliser zum Berufsbild. Cuche hält auch die Rekorde als ältester Sieger eines Weltcuprennens in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom, zudem ist er der älteste Weltcupsieger überhaupt. Seit Dezember 2012 ist Cuche, der bei Head unter Vertrag war, als Berater für Swiss-Ski tätig. In dieser Funktion soll er bei ausgewählten Welt- und Europacuprennen die jungen Fahrer mit seinen Erfahrungen unterstützen. Seine Erfahrungen gibt er auch als Coach weiter.

Didier Cuche, Schweizer Skirennläufer, wird auch Kaiser von Kitzbühel genannt. Fünf Mal, 1998, 2008, 2010, 2011 und 2012 auf der Streif, seiner Lieblingsabfahrt, erfolgreich, so oft wie sonst kein Rennläufer. Risiko gehörte für den Walliser zum Berufsbild. Cuche hält auch die Rekorde als ältester Sieger eines Weltcuprennens in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom, zudem ist er der älteste Weltcupsieger überhaupt. Seit Dezember 2012 ist Cuche, der bei Head unter Vertrag war, als Berater für Swiss-Ski tätig. In dieser Funktion soll er bei ausgewählten Welt- und Europacuprennen die jungen Fahrer mit seinen Erfahrungen unterstützen. Seine Erfahrungen gibt er auch als Coach weiter.

36. Vorarlberger ­Wirtschaftsforum

Thema Risiko

Wann Donnerstag, 14.11.2019

Wo Festspielhaus Bregenz

Preis 330 Euro zuz. USt.

Firmenbonus Bei einer gemeinsamen Anmeldung ab fünf Personen 275 Euro zuz. USt. pro Person. Es kann nur ein Rabatt pro Firma in Anspruch genommen werden

Frühbucherbonus Super Early Bird bis 31.08.2019 275 Euro zuz. USt.

Early Bird bis 30.09.2019 295 Euro zuz. USt.

Anmeldung wirtschaftsforum.vn.at

Information Russmedia, Telefon +43 (5572) 501-630, simone.koenig@russmedia.com