So viele Beschäftigte wie noch nie

Markt / 02.08.2019 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das AMS betreut über 10.000 Menschen bei der Jobsuche. VN
Das AMS betreut über 10.000 Menschen bei der Jobsuche. VN

172.000 Menschen in Vorarlberg in Jobs. 10.278 suchen noch.

Bregenz Noch nie waren in Vorarlberg so viele Menschen beschäftigt wie aktuell. 172.000 Menschen, um 3000 mehr als noch im Vorjahr, gehen einer Arbeit nach.

Die Arbeitslosigkeit ging jedoch nicht in dem Ausmaß zurück. Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen stagniert. Mit Ende Juli waren im Land 8704 (-4) Personen als arbeitslos vorgemerkt. Rückgänge gab es bei den unter 25-Jährigen und der Gruppe der 40- bis 50-Jährigen. Bei den Flüchtlingen ging die Arbeitslosigkeit um 11,5 Prozent zurück. Dazu kommen 1574 Menschen, die sich derzeit in Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS) befinden. Insgesamt, rechnet man beide Gruppen zusammen, reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Vorarlberg auf 10.278 Personen (-2,4 Prozent).

Mehr offene Stellen

Zugleich sind beim Arbeitsmarktservice derzeit 4382 offene Stellen in der Datenbank registriert. Das sind um 15 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Vor allem im Tourismus, in Metall-, Elektro- und technischen Berufen sowie am Bau und im Handel gibt es Bedarf an Personal. Allerdings sind nicht alle so einfach zu besetzen. Denn es gibt eine Schere zwischen Angebot und Nachfrage.

Einerseits gibt es in Vorarlberg in sehr vielen Branchen einen Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften. Andererseits können aber knapp 44 Prozent aller Arbeitslosen nur maximal einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Insgesamt haben über 46 Prozent der über 50-jährigen Arbeitslosen eine Form der Vermittlungseinschränkung. Über alle Altersgruppen betrachtet liegt dieser Anteil bei rund 28 Prozent.

30. Monat in Folge

Österreichweit ging die Arbeitslosigkeit im Juli um 4,5 Prozent zurück. 325.206 Menschen waren ohne Job. Damit ist die Arbeitslosigkeit den 30. Monat in Folge gesunken. Es dürfte aber bald wieder Monate geben, in denen die Arbeitslosigkeit steigt, sagt AMS-Chef Johannes Kopf. Er rechnet vor allem damit, dass die Arbeitslosigkeit in der Industrie relativ bald steigen wird. Insgesamt geht Johannes Kopf für heuer und 2020 aber von einer stabilen Arbeitslosenquote aus. „Wir rechnen mit einer Stabilisierung. Sicher wird es den einen oder anderen Monat mit mehr Arbeitslosen geben, aber nicht dramatisch“, so Kopf.