256 Unternehmen fordern raschen Photovoltaikausbau

06.08.2019 • 16:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Firmen fordern Photovoltaikausbau, wie z.B. auf dem Dornbirner Messepark. Fa
Firmen fordern Photovoltaikausbau, wie z.B. auf dem Dornbirner Messepark. Fa

Wien, Schwarzach Eine Initiative der Umweltorganisationen Global 2000 und WWF gemeinsam mit 256 heimischen Unternehmen sieht in Österreich erst zwei Prozent des Solarstrompotenzials als erschlossen an und fordert von der Politik für einen raschen Photovoltaikausbau einen umfassenden „Sofortplan“ noch vor der Nationalratswahl am 29. September. Die Eigenverbrauchssteuer für Sonnenstrom sollte wegfallen, ebenso die Deckelung der Photovoltaik-förderung, hieß es am Dienstag bei einem Pressegespräch. Unnötige Bürokratie bei der Errichtung von PV-Anlagen sollte abgebaut werden, nötig seien mehr Unterstützung und Beratung sowie bessere Möglichkeiten zur regionalen Sonnenstromvermarktung – und „eine naturverträgliche Energiewende, mit Photovoltaik auf Dächern und nicht auf Naturschutzflächen“. Die Klimakrise sei längst im Alltag angekommen, daher müsse die Politik dringend ihre Anstrengungen erhöhen, um das fossile Zeitalter zu beenden, so WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. Damit das Ziel von – bilanziell über ein Jahr gerechnet – 100 Prozent Ökostrom bis 2030 erreicht werden könne, bedürfe es einer Verzehnfachung der Stromproduktion aus Solarenergie. Deshalb sollte in der letzten Sitzung des Nationalrats, in der Woche vor dem Wahlsonntag, ein Sofortpaket geschnürt und zumindest 36 Mill. Euro an Zusatzbudget für dringend nötige Investitionen freigemacht werden, verlangte Wahlmüller. Die Solarinitiative von WWF und Global 2000 wird von 256 heimischen Firmen mit zusammen 50 Mrd. Euro Umsatz und 160.000 Mitarbeitern unterstützt. Mit dabei sind die Vorarlberger Firmen 11er Nahrungsmittel, Verpackungshersteller Alpla, Haustechnikspezialist Drexel und Weiss, der Fruchtsafthersteller Hermann Pfanner und Meisterbäcker Rudolf Ölz.