„Gold auf dem Weg in neue Sphären“

Markt / 08.08.2019 • 19:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Neben der Sorge vor dem Handelskonflikt wird die starke Goldnachfrage auch mit sinkenden Zinsen erklärt.Reuters
Neben der Sorge vor dem Handelskonflikt wird die starke Goldnachfrage auch mit sinkenden Zinsen erklärt.Reuters

Handelskonflikt treibt Edelmetall
auf Höchstpreis.

peking, Washington Ähnlich schnell wie in den vergangenen Wochen ist der Goldpreis bisher nur einmal in der langen Handelsgeschichte des begehrten Edelmetalls gestiegen. Vor etwa acht Jahren war das. Damals trieb die Folge der schweren Finanzkrise den Goldpreis auf ein Rekordhoch von 1921 Dollar (1715 Euro) je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Momentan sorgt der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China für eine Preisrally, die nicht nur einen Höhenflug bei Gold ausgelöst hat, sondern auch Fluchtwährungen wie den Franken in die Höhe trieb. Was Vorarlbergs Handel hoffen und Schweizer Exporteure sowie die verbliebenen Frankenkreditnehmer bangen lässt. Mitte der Woche knackte der Goldpreis erstmals seit mehr als sechs Jahren wieder die Marke von 1500 Dollar. Die Dynamik der Preisentwicklung ist beachtlich. Seit Anfang Juni hat Gold etwa 17 Prozent an Wert gewonnen.

„Gold ist auf dem Weg in neue Sphären“, beschreibt Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der deutschen Commerzbank die Lage. Wie stark das Edelmetall derzeit als Anlageform gefragt sei, zeigten die „andauernden ETF-Zuflüsse“, sagt Briesemann. Dabei handelt es sich um Wertpapiere, die es ermöglichen in Gold zu investieren, ohne es lagern zu müssen. Bloomberg berichtete von Zuflüssen in Gold-ETF‘s von 3,5 Tonnen alleine am vergangenen Dienstag, dem Tag nach den heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Neben der Sorge vor dem Handelskonflikt wird die starke Goldnachfrage auch mit sinkenden Zinsen erklärt.