Vorarlberger Marken mit Tradition: Elastisana

09.08.2019 • 14:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
1997 versuchte Mäser nochmals einen großen Auftritt, doch 2001 war für die Marke und die Firma Schluss. VN

Benedikt Mäser punktete mit Unterwäsche und Sportswear.

Dornbirn Elastisana ist heute noch eine Marke, die zumindest in Dornbirn weltbekannt ist. Die Trikots und die Unterwäsche wurden von der Textilfirma Benedikt Mäser entwickelt, produziert und weltweit vertrieben. Wer heute Elastisana sucht, findet den Kehlerpark, in dem Handwerker, Dienstleister und Start-ups ihren Geschäften nachgehen. Mäser wurde 1884 von Benedikt Mäser gegründet und profilierte sich mit der Marke Elastisana. 2001 stellte der Textilpionier seine Produktion nach mehreren Besitzerwechseln ein, an der Marke herrschte auch danach noch Interesse, doch wiederbelebt wurde sie nicht mehr.

Neben Elastisana punktete Mäser auch unter eigenem Namen. Besonders im Sportswear-Bereich war die Marke mit dem „m“ ein Begriff. Zahlreiche Skinationalmannschaften wurden beispielsweise mit den Skitrikots der Dornbirner ausgestattet. Franz Klammer und Co. verhalfen dem charakteristischen m-Logo zu umfassender Bildschirmpräsenz. Die Familie Waibel führte den Textilbetrieb bis 1996 in direkter Nachfolge von Gründer Benedikt Mäser, dann wurde die Firma von der niederländischen Firmengruppe Van Happen übernommen. 280 Mitarbeiter wurden gekündigt, rund 100 arbeiteten im Schwarzacher Betrieb weiter. Am Ende half aber auch der Werbeauftritt des Supermodels Cindy Crawford nicht mehr, das Unternehmen zu retten.

Vorarlberger Marken und Produkte sind im Vorarlberger Wirtschaftsarchiv dokumentiert und sollen im Industriemuseum ihren Platz erhalten: meinindustrie.museum