Siegerski aus der Wagnerwerkstatt

12.08.2019 • 17:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hohenems Im Jahr 1924 fertigt Anton Kästle in seiner Hohenemser Wagnereiwerkstätte sein erstes Paar Ski. Das taten andere Wagner und Tischler im Land auch, doch für Kästle begann damit eine einzigartige Erfolgsgeschichte. 132 Olympia- und Weltcup-Medaillen eroberten die Kästle-Rennläufer Toni Sailer, Pirmin Zurbriggen, Andreas Wenzel sowie die Vorarlberger Hubert Strolz und Anita Wachter und weitere Spitzenrennläufer auf Kästle Ski, die früher unter der Marke Arlberg firmierten. Bereits 1968 erwarb Mitbewerber Josef Fischer das Unternehmen, das 1991 durch Benetton-Sportsystem übernommen wurde und in weiterer Folge in der Firma Nordica aufging.

Die Marke verschwand 1998 endgültig vom Markt, ehe sie 2007 vom Vorarlberger Unternehmer Rudolf Knünz wiederbelebt wurde. Knünz päppelte die Marke wieder hoch, allerdings ohne Engagement im klassischen alpinen Skisport, sondern in herausfordernden Nischen wie dem Extremskilauf. Seit 2018 hat Kästle wieder einen neuen Mehrheitseigentümer: die tschechische Firma ConsilSport.

Vorarlberger Marken und Produkte sind im Vorarlberger Wirtschaftsarchiv dokumentiert und sollen im Industriemuseum ihren Platz erhalten: meinindustrie.museum