Fingerspitzengefühl und passende Angebote

13.08.2019 • 17:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fast ein Drittel der Arbeitssuchenden in Vorarlberg weisen gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen auf. APA
Fast ein Drittel der Arbeitssuchenden in Vorarlberg weisen gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen auf. APA

28 Prozent der Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Bregenz Ende Juli 2019 waren beim AMS Vorarlberg insgesamt 2449 Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen arbeitslos vorgemerkt. Das Arbeitsmarktservice unterstützt vor allem jene Menschen, bei denen eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt von Schwierigkeiten gekennzeichnet ist. Dazu zählen Personen, die gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen aufweisen. „Arbeitssuchende mit gesundheitlichen Einschränkungen sind besonders schwer zu vermitteln“, berichtet AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS Vorarlberg, „hier braucht es Fingerspitzengefühl und die passenden Angebote.“

Heterogener Personenkreis

Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen bilden einen heterogenen Personenkreis. Es lassen sich grundsätzlich zwei Gruppen unterscheiden: Arbeitssuchende, die über eine Begünstigung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz oder einen Behindertenpass verfügen, das sind aktuell 584 Menschen, und Personen, die keinen Nachweis einer Behinderung haben, aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation aber besondere Unterstützung bei der Vermittlung benötigen. Nach Vorliegen eines ärztlichen Gutachtens werden diese Arbeitsuchenden vom AMS als Personen mit sonstigen gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen eingestuft. Derzeit sind 1865 Menschen aus dieser Personengruppe vorgemerkt. Im Jahresvergleich haben sich die Zahlen drastisch erhöht. Lag der Anteil der Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen an allen Arbeitslosen 2009 noch bei 19 Prozent, so sind es heute 28 Prozent. Dies sei vor allem auf die gestiegene Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der über 55-Jährigen zurückzuführen.

In dieser Altersgruppe ist bereits jeder Zweite mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen konfrontiert, so Bereuter. Um die Arbeitsaufnahme dieser Personengruppe zu unterstützen, bietet das AMS Vorarlberg die Förderung „Eingliederungsbeihilfe 50plus“, welche die Einarbeitungsphase durch eine finanzielle Unterstützung erleichtert. Für 2019 sind dafür 2,6 Millionen Euro budgetiert. Geplant ist die Förderung von insgesamt 600 Personen.