Milchbrötle verkaufen sich wie warme Semmeln

Markt / 16.08.2019 • 22:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Handarbeit in der Großbäckerei: Ölz bietet neben dem innovativen Lehrberuf Lebensmitteltechniker auch die klassische Bäckerlehre an. Fa/Weissengruber
Handarbeit in der Großbäckerei: Ölz bietet neben dem innovativen Lehrberuf Lebensmitteltechniker auch die klassische Bäckerlehre an. Fa/Weissengruber

Großbäcker Ölz steigert Umsatz. Erweiterung für 2021 projektiert.

Dornbirn Den österreichischen Konsumenten schmeckt‘s. Vor allem wenn sie ihre Lieblingsbrötle und Backwaren im Regal finden. Und dafür sorgt der Dornbirner Meisterbäcker Ölz, der auch heuer stärker wächst als der Wettbewerb. Das hat Gründe, wie Firmenchef Bernhard Ölz feststellt.

Das Dornbirner Unternehmen entwickle neue Produkte, etwa die  Eiweiß-Burger-Brötchen, die ab Markteinführung in die Einkaufskörbe wanderten. Ebenfalls im Vorwärtsgang befinden sich Toast und Sandwich-Brote, die am Markt überhaupt boomen – bei Ölz aber noch etwas mehr als bei den Wettbewerbern. „Das bedeutet eine Entwicklung von fünf Prozent, die zu drei Viertel von der Marke Ölz getrieben ist“, so Ölz. Auch bei Hits wie den Milchbrötle wird nachgeschärft, damit sie sich auch weiterhin wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln verkaufen: Schon im September kommen diese in der Sorte Vollkorn auf den Markt, seit Anfang Juni gibt es außerdem die Ölz Dinkel Laible.

Wachstum auch bei Kuchen und Feinbackwaren: Während die sogenannte Warengruppe um 2,2 Prozent zugelegt hat, schaffte Ölz ein Wachstum von 2,6 Prozent. Auch in diesem Bereich ist Ölz österreichischer Marktführer, was das Marktforschungsinstitut Nielsen mit Zahlen untermauert.

Transparent und regional

Die Meisterbäcker wissen, was ihre Kundschaft will, und treten in Vorlage. „Bei unseren Backwaren wissen die Konsumenten, dass wir höchste Standards anlegen“, erläutert Ölz. „Wir sind uns der Verantwortung unseren Kunden gegenüber bewusst und setzen uns aktiv und für die Konsumenten transparent mit den Themen Regionalität und Nachhaltigkeit auseinander.“ In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass „wir als erste Großbäckerei Europas in der Lage sind, Frischmilch zu verarbeiten“. Milch und Butter kommen aus Vorarlberg, das Mehl aus der Bodenseeregion.

Das Wachstum bedingt allerdings auch den Ausbau der Produktionskapazität. 2021 soll in Dornbirn Wallenmahd erweitert werden, nachdem die Pläne für eine Produktionsstätte in Weiler ad acta gelegt wurden. Um sich auf die Erweiterung der Produktion und die Stärkung der Marke zu konzentrieren, hat sich Ölz bereits im Jänner von seiner 18,8-prozentigen Beteiligung an Ankerbrot getrennt. VN-sca

„Wir verwenden regionale Zutaten und gehen auch in der Produktion innovative Wege.“

Ölz in Zahlen

Mitarbeiter 934, davon 565 in Vorarlberg

Geschäftsführung Bernhard Ölz, Florian Ölz, Daniela Kapelari-Langebner, Kurt Zischg, Markus Stammen, Mario Jäger

Umsatz 2018 203 Millionen Euro

Export 50 Prozent

Lieferprogramm 100 Produkte plus 30 Saisonprodukte

Beteiligungen JOMO Zuckerbäckerei GmbH, roombiotic GmbH