Billa in Vorarlberg: Filialen-Update geplant

Markt / 26.08.2019 • 07:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Billa-Vorstand Robert Nagele: "Filialen in Vorarlberg werden mit Fokus auf Nachhaltigkeit aktualisiert." (Bild: Billa Purkersdorf) FA/VN-Paulitsch
Billa-Vorstand Robert Nagele: „Filialen in Vorarlberg werden mit Fokus auf Nachhaltigkeit aktualisiert.“ (Bild: Billa Purkersdorf) FA/VN-Paulitsch

Billa-Vorstand Robert Nagele: „In Vorarlberg sind wir unterproportional vertreten.“

SChwarzach Der Rewe-Konzern ist neben Spar der größte Lebensmitteleinzelhändler Österreichs und mit den Marken Merkur, Billa, Bipa und Adeg in Vorarlberg präsent. Außerdem hält der Handelsriese Beteiligungen. In Vorarlberg ist die Konzernmarke Billa aber „unterproportional vertreten“, wie Billa-Vorstand Robert Nagele im Gespräch mit den VN feststellt. 1100 Billa-Märkte gibt es bundeweit, in Vorarlberg sind es elf, also gerade ein Prozent. Man sei durchaus auf der Suche nach geeigneten Flächen, so Nagele beim Redaktionsbesuch, doch einfach sei das in einem gesättigten Markt wie Vorarlberg nicht. Vorderhand werden drei Märkte aktualisiert. Heißt auch, dass die Filialen in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Filialen werden mit Ökostrom „elektrisiert“, außerdem seien die Gerätschaften wie z. B. Kühltruhen extrem energiesparsam.

Bekenntnis zu Vorarlberg

„Wir wollen und müssen in Vorarlberg vertreten sein“, bekennt er sich zum Engagement von Billa im Land, aber Cashcows seien die Märkte, die sich in den Ballungsgebieten befinden, nicht. Billa setzt auch in Vorarlberg auf Regionalität. „Da gibt es gegenüber anderen Bundesländern keine Abweichung“, man habe viele Vorarlberger Produzenten und ihre Produkte im Angebot. Es könnten allerdings noch mehr sein. Nagele sieht besonders für die Landwirtschaft große Chancen in der Regionalität. „Wir haben spezialisierte Mitarbeiter, die diese Betriebe beraten.“  Ein Trumpf im Wettbewerb – in Vorarlberg wie bundesweit – sei auch der Onlinehandel. „Wir stellen von Dornbirn aus in ganz Vorarlberg zu und können in diesem Bereich einen schönen Zuwachs verzeichnen.“ Kunden seien Menschen, die wenig Zeit haben, die schwere Sachen liefern lassen oder aber körperlich nicht in der Lage sind, im Laden einzukaufen.

In Vorarlberg hat die Konzern-Schwester Merkur derzeit mit einem Image-GAU zu kämpfen. In einem Supermarkt wurden Waren an der Frischetheke umetikettiert. Was bei der Kundschaft gar nicht gut ankommt. Nagele ist der Überzeugung, dass der Gesetzesverstoß das Werk eines einzelnen Mitarbeiters ist, auf keinen Fall hat das System versagt – man habe ganz scharfe Vorschriften. „Wir haben einen Kodex, in dem die Pflichten sehr genau beschrieben sind, und der wird von allen Mitarbeitern unterzeichnet.“ Außerdem gebe es neben den amtlichen Kontrollen auch ein eigenes Qualitätssystem, das dauernd auf neuesten Stand gebracht werde. Der Fall in Dornbirn sei aber für Rewe Anlass, das Thema nochmals zu vertiefen mit weiteren Schulungen und noch intensiverer Aufklärung der Mitarbeiter, verspricht er, dass auch in Zukunft Billa ein Garant für frische Ware sei.

Top-Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist in der Handelsbranche nicht erst seit diesem Sommer ein wichtiges Thema. So wird auch bei Billa die Reduzierung von Verpackungsmaterial intensiv vorangetrieben. Billa hat zusammen mit anderen Rewe-Firmen und Greenpeace einen Ideenwettbewerb veranstaltet, bei dem über 15.000 wertvolle Vorschläge für nachhaltigere Verpackungslösungen und umweltfreundliches Verhalten eingereicht wurden. Statt Kunststoff kann man Obst in Frischenetze füllen oder den Coffee-to-go in die eigene Tasse.

Rewe/billa in zahlen

Brutto Umsatz Rewe 8,66 Mrd. Euro (Lebensmittel 7,68 Mrd.) + 1,51 Prozent

Mitarbeiter 44.109

Filialen 1100 in Österreich, 11 in Vorarlberg

Vorstand Robert Nagele (Vorstandssprecher), Elke Wilgmann