Viertagewoche als Schwerpunkt

Markt / 02.09.2019 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Metaller-Herbstlohnrunde: Gewerkschaft fordert hohe Lohnabschlüsse.

Wien Die KV-Verhandlungen für die rund 195.000 Beschäftigten der Metallindustrie starten am 23. September. Wenig überraschend fordert die Gewerkschaft „ordentliche Erhöhungen“ der Löhne und Gehälter. „Die letzten acht Jahre waren gerade für die Metallindustrie äußerst erfolgreiche Geschäftsjahre“, so die Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). „Zuletzt brummte der Industriemotor kräftig und die Exporte erreichten beinahe jährlich ein neues Rekordniveau“, lautet die Einschätzung der beiden Gewerkschafter. Daher sei „heuer Erntezeit“ für die Beschäftigten.

Die Metaller-Arbeitgeber hatten jedoch bereits im Juni ein gleich hohes KV-Plus wie im Vorjahr ausgeschlossen. Arbeitgeberverhandler und Arbeitnehmervertreter einigten sich damals auf eine KV-Erhöhung der Löhne und Gehälter um durchschnittlich 3,46 Prozent. Damit wurden weitere von der Gewerkschaft angedrohte Streiks abgewendet.

Gesetz neu verhandeln

Ein Schwerpunkt bei der Herbstlohnrunde wird die Durchsetzung der Viertagewoche mit einem Rechtsanspruch für die Arbeitnehmer, kündigt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian an. Das aktuelle Arbeitszeitgesetz, das 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen erlaubt, werde in einer aktuellen Untersuchung von 83 Prozent der Arbeitnehmer als schlechtes Gesetz bewertet, sagt Katzian. Unverändert wolle die Gewerkschaft, dass das Gesetz in der vorliegenden Form zurückgenommen und neu verhandelt wird.

Der von den Arbeitgebern ins Spiel gebrachte Ortswechsel bei den KV-Verhandlungen ist hingegen vom Tisch. Alle Verhandlungen mit den Fachverbänden werden in Wien und nicht in Vorarlberg stattfinden.