Börsen kaum beeindruckt von Wachstumssorgen

Markt / 08.09.2019 • 12:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Frage ist, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China ausgeht. AP

Für Börsenexpertin Ines Frei führt langfristig trotz der politischen Unsicherheiten kein Weg an Aktien vorbei.

Dornbirn Die jüngste Konfrontation zwischen den USA und China in den Bereichen Handel und Währung hat im August zu zeitweiligen Kursrückgängen bei risikobehafteten Wertpapierklassen wie Aktien geführt. Doch gerade die börsennotierten Unternehmenswerte konnten sich rasch erholen und kratzten in den USA Anfang September an ihren historischen Höchstständen. Doch trotz dieser Erholungstendenzen an den Märkten bleibt für die Experten eine Frage offen. Kernpunkt dabei: Sind die negativen Implikationen eines andauernden US-China- Konflikts stark genug, um einen Abschwung beziehungsweise eine Rezession zu verursachen?

Die Geldpolitik der Notenbanken wird immer expansiver. In Europa denkt die Europäische Zentralbank bei einem Leitzins von null Prozent über weitere Lockerungsmaßnahmen nach. Das Zinsniveau ist bereits so niedrig, dass zusätzliche positive Impulse der Zentralbanken bescheiden sein werden. Der Konflikt zwischen den USA und China dämpft die Stimmung bei den Unternehmen, deren Investitionstätigkeit bzw. die Industrieproduktion. Die Ankündigung der USA im September die Zölle auf noch mehr Importe aus China anzuheben und die darauf folgende Abschwächung der chinesischen Währung Renminbi waren nicht unbedingt hilfreich.

Stabilisierung

Die zuletzt verfügbaren Daten weisen auf eine vorsichtige Stabilisierung der Weltwirtschaft hin. Der Inflationsdruck bleibt niedrig. Die Unternehmensgewinne in den USA steigen wieder. Wenn der Konflikt zwischen den USA und China nicht eskaliert, werden die Auswirkungen zwar negativ, aber nicht stark genug sein, um eine globale Rezession auszulösen. Wenn man real Geld verdienen möchte, führt langfristig trotz der politischen Unsicherheiten kein Weg an Aktien vorbei.