Lustenauer Unternehmer baut in Thailand Cannabis an

Markt / 11.09.2019 • 14:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Cannabis soll für medizinische Zwecke angebaut werden. REUTERS

Joint-Venture sichert Zugang zum asiatischen Cannabismarkt. Pilotprojekt zum Anbau und medizinischer Erforschung.

Lustenau „Thailand bietet langfristige Standortvorteile im Cannabis- und Hanfsektor. Unser Pilotprojekt mit der Universität Phayao ist ein erster wichtiger Schritt, um in Folge an mehreren Fronten aktiv werden zu können“, sagt der Lustenauer Garnunternehmer Dietmar Schweninger, der nun in den Cannabisanbau in Thailand investiert.

Die Firma Apinya Medical Ltd., ein Joint-Venture zwischen Dietmar Schweninger und der FICO Group in Thailand, steigt als erstes Unternehmen mit europäischer Beteiligung in den legalen thailändischen Cannabismarkt ein. Mit der Unterzeichnung des memorandum of understanding zwischen Vertretern von Apinya und der Präsidentin der Universität Phayao im Norden des Landes, Prof. Dr. Supakorn, wurde ein gemeinsames Pilotprojekt zum Anbau und Erforschung von medizinischem Cannabis und Hanf beschlossen.

Für den medizinischen Einsatz

Das Konsortium arbeitet bereits an einer Pilotanlage für Anbau, Forschung und Extraktion. Ziel ist die Gewinnung hochwertiger Cannabisextrakte für den thailändischen Markt, die für den medizinischen Einsatz zugelassen sind.

Vision ist ein multidimensionaler Thai Cannabis Campus mit internationalen Wirtschafts- und Wissenschaftsakteuren. Hierfür wurde das Start-up Cannabi Catalysts in Wien gegründet, geführt von Tochter Rosalie Schweninger. Es soll die Brücke zwischen Unternehmen und Instituten aus Europa und Asien schlagen. Cannabis Catalysts Tätigkeiten umfassen Marktforschung in Thailand bzw. Asien, die Konzeption und Initiierung von Industrie- und Forschungskooperationen sowie Unterstützung bei der Umsetzung des Pilotprojekts. „Wir möchten dazu beitragen, im Cannabis- und Hanfsektor Berührungsängst mit dem asiatischen Raum abzubauen, um das Potenzial von Kooperation frühzeitig zu nutzen“, so Rosalie Schweninger.