Das Beste aus zwei Welten

Markt / 13.09.2019 • 20:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Stammsitz von TerraTec befindet sich seit einem Jahr in Bings.
Der Stammsitz von TerraTec befindet sich seit einem Jahr in Bings.

TerraTec Maschinenbau in Bings hat eine Weltneuheit für die Landtechnik entwickelt.

Bings Erfolgsgeschichten, die in der Garage ihren Ursprung nahmen, gibt es nicht nur im Silicon Valley in den USA, sondern auch im Montafon. Lukas Schrottenbaum, aufgewachsen in einer Landwirtschaft und ausgestattet mit einer großen Begeisterung für Maschinen, hatte die Vision, den perfekten Motormäher zu entwickeln. Einen, der die Arbeit für die Landwirte erleichtert. Einen, der eine verschiebbare Achse und eine effiziente Hydraulik hat und einfach zu bedienen ist. Denn das war am Markt nicht zu finden. Im Jahr 2012 fing er deshalb in der väterlichen Garage in Schruns an, den ersten Prototypen zu entwickeln. Als dieser fertig war, wollte er eigentlich nur ein paar Kollegen zur Vorführung einladen. Es kamen 200 Interessierte.

Aufgrund des großen Interesses gründete Schrottenbaum im Jahr 2013 die Firma TerraTec Maschinenbau. Immer noch in der Garage ansässig, wurden in den darauffolgenden vier Jahren 400 Motormäher gefertigt und ausgeliefert. Und weil die 80 Quadratmeter auf Dauer dann doch zu klein waren, eröffnete der Unternehmer im Oktober 2018 einen eigenen Standort in Bings.

100 Geräte pro Jahr

Dort wird mit einem achtköpfigen Team produziert. 100 Motormäher gehen pro Jahr an Kunden aus der Landwirtschaft, hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Alpenraum, sowie ins Südtirol.

Steile Böschungen sind für den Motormäher mit Namen „Ibex“ kein Problem. Aber Schrottenbaum erkannte bald ein anderes. Denn die Stachelwalzen aus Metall waren zwar für die Wiese bestens gegeignet, nicht aber auf steinigem Untergrund oder Teer. Als Tüftler hatte er mit seinem Team aber bald eine Lösung gefunden. „Unsere große Stärke ist, dass die meisten unserer Mitarbeiter einen Bezug zur Landwirtschaft haben. Durch deren Erfahrung und Wissen entstehen neue Ideen.“

Überall sicher unterwegs

So wie „LS Grip“. „Die neue Bereifung ist eine Weltneuheit“, sagt der Geschäftsführer. Konkret wurden dem Motormäher nun Gummireifen mit Metallspitzen verpasst. Sogenannte Gummistachelwalzen. „So ist er sowohl auf hartem wie weichem Untergrund sicher unterwegs und reduziert die Vibrationsbelastung auf ein Minimum.“ Die Bereifung passe auf alle herkömmlichen einachsigen Motorgeräte am Markt. Nun will er neben dem Fokus auf die Landwirtschaft auch stärker in den Kommunalbereich vordringen. Denn dieser sei mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert.  

„Unsere Stärke ist, dass die meisten unserer Mitarbeiter einen Bezug zur Landwirtschaft haben.“

Geschäftsführer Lukas Schrottenbaum präsentiert seine neueste Entwicklung.VN/Steurer
Geschäftsführer Lukas Schrottenbaum präsentiert seine neueste Entwicklung.VN/Steurer