Die Besten ihres Fachs

Markt / 13.09.2019 • 18:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit Kennerblick und geschickten Händen absolviert Johannes Weratschnig eine der Stationen.
Mit Kennerblick und geschickten Händen absolviert Johannes Weratschnig eine der Stationen.

Vorarlberger zeigen bei der Kfz-Techniker-Staatsmeisterschaft auf.

Bregenz Hochkonzentriert und in seine Aufgabe vertieft fokussiert sich jeder Lehrling auf die ihm gestellte Prüfungsaufgabe. Es bleiben gerade einmal 40 Minuten, um das technische Problem oder die gestellte Aufgabe so geschickt und effizient wie möglich zu lösen. Kein Handgriff bleibt unbeobachtet, jeder Arbeitsschritt wird von einem der zwei Juroren überwacht und bewertet. Die acht Prüfungsstationen sind aufgebaut wie kleine Kfz-Garagen, um die alltäglichen Arbeiten und Herausforderungen eines Experten dieser Branche bestmöglich zu simulieren. Die Durchsage „Stationsende“ einer hellen und klaren Frauenstimme tönt aus den Lautsprechern und läutet die abgelaufene Zeit ein. Es bleiben ein paar wenige Minuten, um durchzuatmen und schon geht es ein paar Meter weiter nach rechts in die nächste Garage zu weiteren technischen Hürden.

Talente aus allen Bundesländern

Es sind bundesweit die 18 besten Nachwuchstalente in der Kfz-Technik, die in der Landesberufsschule in Bregenz gegeneinander antreten und ihr Können unter Beweis stellen. Darunter befinden sich auch zwei Vorarlberger: Sascha Türk (Autohaus Koch, Feldkirch) und Johannes Weratschnig (Unterberger BMW, Nenzing), die beide vor kurzem ins vierte Lehrjahr starteten. Johannes‘ Interesse für Autos entdeckte er schon in jungen Jahren, als sie am Lkw seines Vaters gemeinsam herumschraubten. Als leidenschaftlicher Motorcross-Fahrer fand er in der Kfz-Technik den für sich perfekten Lehrberuf.

Wie wichtig solche Wettbewerbe sind, weiß auch Gert Mayer, Fachgruppengeschäftsführer der Wirtschaftskammer Vorarlberg „Wenn jemand einen Landeswettbewerb gewinnt und eine gute Platzierung bei einer Staatsmeisterschaft vorweisen kann, hebt ihn das von der Masse ab, denn jeder Unternehmer weiß, dass die Staatsmeisterschaft kein Kindergeburtstag ist.“

Ziel solcher Veranstaltungen ist es außerdem, das Niveau hochzuhalten, den Ehrgeiz der jungen Generation zu wecken und ihr das zukünftige Arbeitsleben schmackhaft zu machen. Des Weiteren qualifiziert sich der Gewinner der österreichischen Staatsmeisterschaft für die Berufseuropameisterschaft, bekannt unter dem Namen „Euro­skills“.

Wie der Wettbewerb am Ende ausging? So viel sei verraten: Für den Sieg von Johannes und Sascha hat es leider nicht gericht. VN-JUL

Sascha Türk lebt für die Kfz-Technik. Dies konnte er in Bregenz unter Beweis stellen.VN/Paulitsch
Sascha Türk lebt für die Kfz-Technik. Dies konnte er in Bregenz unter Beweis stellen.VN/Paulitsch