Börsenkommentar: Wieso Aktien zunehmend alternativlos sind

Markt / 13.09.2019 • 17:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die EZB hat den Leitzins zwar erwartungsgemäß unverändert bei 0,00 Prozent belassen. APA

Börsenexperte Jürgen Rupp über das Ende der Zinsen.

Jürgen Rupp

Bregenz Quer über den Globus gab es dieses Jahr bereits über 70 Zinssenkungen von nationalen Zentralbanken. So hat auch die Europäische Zentralbank diesen Donnerstag die Zinsen weiter gesenkt. Die EZB hat den Leitzins zwar erwartungsgemäß unverändert bei 0,00 Prozent belassen, dafür aber den Einlagensatz für Banken um 10 Basispunkte auf minus 0,50 Prozent gesenkt und sogleich auch ein neues Anleihenkaufprogramm angekündigt. Daraufhin fiel die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen auf minus 0,60 Prozent zurück.

Generell ist der Zinsrückgang ein globales Phänomen, und wegen der Abschwächung der globalen Wirtschaftsdynamik werden weitere Lockerungen der Geldpolitik erwartet. Angesichts der negativen Auswirkungen des Zollkonflikts auf die Konjunktur wird auch die US-Notenbank Fed nächste Woche die Zinsen weiter senken.

Dieses Ende der Zinsen sorgt dafür, dass es an den Aktienmärkten weiter spürbar nach oben geht. Die aktuelle Kapitalmarktsituation macht Aktien zunehmend alternativlos. Für den langfristigen Vermögensaufbau bieten Aktien überaus attraktive Ertragschancen. So haben die globalen Aktienmärkte den Anlegern in den letzten 10 Jahren eine Performance von 9,80 Prozent p.a. eingebracht.