„Gesunder Boden ist Lebensgrundlage“

Markt / 16.09.2019 • 19:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hans Kremmel: „Gemeinsam ist das Bio-Musterland Vorarlberg möglich.“
Hans Kremmel: „Gemeinsam ist das Bio-Musterland Vorarlberg möglich.“

Vor einem Jahr wurde die gemeinnützige Stiftung „Üsa Bodo“ von Hans Kremmel gegründet.

GÖTZIS Ziel ist dabei, Vorarlberg in ein Bio-Musterland umzustellen. Die Stiftung hat in den vergangenen Monaten die Vorarlberger Landwirtschaft durchleuchtet, um der Frage nachzugehen, wie das zu schaffen ist. Eine grundlegende Veränderung ist nötig, um den Erhalt der Bodengesundheit, einer intakten Tier- und Pflanzenwelt, sauberer Atemluft und die Versorgung der Menschen mit giftfreier gesunder Nahrung und Wasser zu sichern. Entscheidungen früherer Generationen wirken sich in der Zukunft aus. „Es muss doch möglich sein, dass unser wunderschönes kleines Ländle zum Bio-Musterland werden kann“, betont Stiftungspräsident Hans Kremmel. Zeitgleich wurden die „Landgenossen“ als „ausführendes Organ“ in Form einer gemeinnützigen Genossenschaft gegründet.

Intakte Naturkreisläufe

Für den 72-jährigen Vorarlberger, der seinen unternehmerischen Erfolg in Südostasien realisierte und selbst seit vielen Jahren in der Bio-Landwirtschaft aktiv ist, ist der Stiftungszweck klar definiert: „Üsa Bodo“ setzt sich für die Förderung und den Ausbau bodenschonender, ökologisch nachhaltiger und enkeltauglicher Maßnahmen und Initiativen mit dem Ziel ein, das Leben und Arbeiten auf gesunden, giftfreien und fruchtbaren/humusreichen Böden auch für zukünftige Generationen zu ermöglichen. Dementsprechend ist biologische Bewirtschaftung unseres Bodens schlussendlich überlebensnotwendig für unsere Nachkommen, die intakte Naturkreisläufe brauchen. Für das „Üsa Bodo“-Team gibt es in Vorarlberg noch viel zu wenige Biobauern. Durch Bio-Anbau können besonders Landwirte in den Talschaften ihre Ertragssituation deutlich verbessern. In der Ebene rät „Üsa Bodo“ deshalb u. a. zu Gemüseanbau statt Monowirtschaft. Die bisherigen Tätigkeiten von „Üsa Bodo“ und „Landgenossen“ können sich bereits sehen lassen.

200 Hektar in Umwandlung

Mit den Mitteln der „Üsa Bodo“-Stiftung werden Bauern bei der Umstellung und Zertifizierung auf Bio unterstützt und es befinden sich bereits mehr als 200 Hektar in Umwandlung von konventioneller zu biologischer Landwirtschaft. Außerdem pachten die Landgenossen von Grundbesitzern, die nicht mehr bäuerlich tätig sind, ihre landwirtschaftlichen Flächen, um sie biologisch zu bewirtschaften.

Für die Grundeigentümer wurden Musterverträge ausgearbeitet. Zudem wird eine umfassende Beratung angeboten. Diese Unterstützung erhalten die Landwirte zusätzlich zu den üblichen Förderungen, immer akkordiert mit dem „Landgenossen“-Partner Bio Austria Vorarlberg. VD

Weiterführende Informationen unter www.bodo.bio/