„Vorarlberg for Future“ will Klimaneutralität 2040

Markt / 29.09.2019 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Teil der 30 Klimaschutz-Initiativen, die sich bei „Vorarlberg for Future“ vernetzen und künftig noch intensiver zusammenarbeiten werden, bei der Auftaktveranstaltung am 12. September im Vorarlberg Museum in Bregenz.
Ein Teil der 30 Klimaschutz-Initiativen, die sich bei „Vorarlberg for Future“ vernetzen und künftig noch intensiver zusammenarbeiten werden, bei der Auftaktveranstaltung am
12. September im Vorarlberg Museum in Bregenz.

30 Vorarlberger Klimaschutz-Initiativen vernetzen sich und setzen mutige Schritte.

BREGENZ Über 100 Engagierte diskutierten kürzlich im Bregenzer Vorarlberg Museum wichtige Klimaschutz-Maßnahmen. „Klimaneutralität bis 2040“ formulierte Organisator Christof Drexel zum Abschluss der Veranstaltung als klares Ziel. Die Ziele der Energieautonomie 2050 müssten ergänzt, der Prozess beschleunigt werden. Das neue Netzwerk „Vorarlberg for Future“ strebt einen breiten Dialog mit Menschen aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Bildung an. „Wir sind Klima: Vorarlberg for Future“ lautete das Motto der Zusammenkunft. Die Bandbreite reicht von kleinen Gruppen wie „Offener Kühlschrank“ und Repair-Café über Gemeinwohlökonomie und Naturschutzbund bis hin zum Klimaneutralitätsbündnis mit der Beteiligung großer Industriebetriebe. Auch landesnahe Organisationen wie illwerke vkw, inatura oder Energieinstitut waren mit dabei. Ihre gemeinsame Frage: Wie können wir rasche und mutige Schritte für mehr Klimaschutz setzen? Die 30 Organisationen und Initiativen wollen selbst noch stärker wirksam werden, etwa durch mehr Zusammenarbeit untereinander und eine bessere Öffentlichkeitsarbeit. Sie sehen aber auch die Landes- und Bundespolitik in der Pflicht.

Gemeinsam erfolgreich sein

„Die Ziele der Energieautonomie müssen durch die Klimaneutralität ergänzt werden“, formulierte Organisator Christof Drexel zum Abschluss der Veranstaltung. Und: Das Ziel müsse bis 2040 „verbindlich erreicht sein“. Klimaneutralität umfasst beispielsweise auch den Treibhausgas-Ausstoß durch die Landwirtschaft, der bei der Energieautonomie nicht berücksichtigt wird. Nötig sei eine konkrete Roadmap, deren Umsetzung jährlich überprüft wird. Die Klimainitiativen streben dazu einen breiten Dialog mit Menschen aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, Bildung und anderen gesellschaftlichen Gruppen an. Nach dem gelungenen Auftakt sei klar, dass „Vorarlberg for Future“ weitergeführt werde, so Organisator Christof Drexel. Über die genaue Form werde in den nächsten Wochen entschieden. Unterstützung kam von Aaron Wölfling, Sprecher von „Fridays for Future“ in Vorarlberg. Die Zusammenarbeit aller Engagierten sei wichtig, denn: „Wir müssen gesellschaftlichen Druck auf die Politik aufbauen. Der Einzelne wird die Katastrophe nicht verhindern.“ VD

Klimainitiativen

Arge Erneuerbare Energie Vorarlberg; Biosphärenpark Großes Walsertal; Bodenfreiheit – Verein zur Erhaltung von Freiräumen; Caruso Carsharing; consolnow – Verein Konsumentensolidarität jetzt; dreierlei – Bioladen, Café, Begegnung; drexel reduziert; EE-consult; Energieinstitut Vorarlberg; EnergieWenden; E-Plus, Planungsteam; Fridays for Future Vorarlberg; Friedenskraftwerk; Gemeinwohlökonomie; illwerke vkw AG; inatura; JugendbotschafterInnen der Caritas; Kairos; Katholische Kirche Vorarlberg; Klima- und Energiemodellregion Vorderwald; Klimabündnis Vorarlberg; Klimaneutralitätsbündnis 2025; Naturschutzbund; nenaV – Neue Nachbarschaften Vorarlberg; Offener Kühlschrank; Österreichisches Ökologieinstitut; Parents for Future Vorarlberg; Projekt „Wir sind noch hier“; Radlobby Vorarlberg; Repair Café Nenzing; Üsa Bodô – Stiftung für Biolandwirtschaft; Verein Ökoprofit; Waldverein Vorarlberg;