162 statt 96,60 Euro

Markt / 03.10.2019 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Finanzmarktaufsicht gibt klagenden VKW-Kleinaktionären recht.

Bregenz Das könnte für illwerke vkw richtig teuer werden. Seit dem Jahr 2017, als Vkw und Illwerke ihre Fusion beschlossen haben, zieht sich der Streit des Vorarlberger Energiekonzerns mit einer Gruppe von Kleinaktionären um die Bewertung der Aktie. Zwei Gutachter, die von illwerke vkw bemüht wurden, kamen im Jahr 2017 zum Ergebnis, dass die Aktie mit 96,60 Euro bewertete. Es geht dabei um 160.000 Aktien (1,86 Prozent).

„Nicht nachvollziehbar“

Das Gutachten, das nach dem Scheitern der Gespräche zwischen illwerke vkw und den Kleinaktionären von einem Sachverständigen-Gremium der Finanzmarktaufsicht beauftragt wurde, sieht das völlig anders. Es bewertet die Aktie mit 162 Euro deutlich höher als das Angebot des Energiekonzerns.

Für illwerke vkw ein Schock, der über zehn Millionen Euro kosten könnte. „Für uns ist das Gutachten nicht nachvollziehbar“, erklärt auf VN-Anfrage Vorstand Christof Germann. Er erwarte sich im Rahmen der Verhandlung mit den unzufriedenen Kleinaktionären, die in wenigen Tagen, am 15. Oktober, stattfindet, Antworten auf die offenen Fragen. Der Widerstand würde sich nicht nur für die aufbegehrenden Kleinaktionäre lohnen, so das Gericht dem FMA-Gutachten folgt. „Wenn das so ist, bekommen alle Kleinaktionäre 162 Euro pro Aktie“ sagt Germann.

Im Zuge des Aktienrückkaufs wurde auch die Möglichkeit geschaffen, sich indirekt über Genossenschaften an der Vorarlberger Energienetze GmbH zu beteiligen. Bei dieser Beteiligung erhalten die Kleinaktionäre eine garantierte Dividende über zehn Jahre in Höhe von 3,5 Prozent. VN-sca

„Wenn das Gutachten bestätigt wird, bekommen alle Kleinaktionäre 162 Euro pro Aktie.“