Viessmann baut in Vorarlberg um

Markt / 03.10.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viessmann-Geschäftsführer Peter Mender: „Zwei Standorte auf engstem Raum in Vorarlberg machen aus Konzernsicht keinen Sinn.“ FA

Standort in Wolfurt wird geschlossen, 35 Mitarbeiter müssen gehen.

Hard Die deutsche Viessmann Gruppe wird in den kommenden Monaten ihre beiden Holzheiztechnikstandorte in Hard und Wolfurt neu organisieren und den Standort Wolfurt (ehemals Köb) bis spätestens Mitte 2020 schließen. Etwas mehr als die Hälfte der bisher rund 80 Mitarbeiter in Wolfurt soll nach Hard (ehemals Mawera) übersiedeln.

Interne Neuorganisation

Wie Peter Mender, Geschäftsführer der Viessmann Holzfeuerungsanlagen GmbH erklärt, werde der Standort Hard zukünftig die gesamte Produktrange der sogenannten Vitoflex-Linie unter seinem Dach führen. Dabei handelt es sich um große Holzheizungsanlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt. Im Rahmen der internen Neuorganisation werden zwei Vitoflex-Modelle, die bislang noch in Wolfurt gebaut und serviciert wurden, zukünftig in Hard geplant, hergestellt und den Kunden geliefert. Auch Service und After-Sales seien dann für die gesamte Vitoflex-Serie in Hard angesiedelt. Nach Angaben von Mender wolle Viessmann mit der Zusammenlegung in Hard seine Effizienz im Bereich Herstellung von Holzfeuerungsanlagen steigern. „Zwei Standorte auf engstem Raum in Vorarlberg machen aus Konzernsicht keinen Sinn.“ Dazu kämen die bisherigen Überschneidungen im Produktprogramm zwischen den Standorten, die es zukünftig nicht mehr geben werde. Gleichzeitig würden die Kunden der Vitoflex-Großanlagen nach der Reorganisation von noch mehr Service- und Außendiensttechnikern profitieren. Diese Maßnahmen haben naturgemäß Auswirkungen auf den Personalstand, denn der frühere Firmenstammsitz von Köb in Wolfurt wird im ersten Halbjahr 2020 geschlossen. Der zweite Standort beim Wolfurter Güterbahnhof dient zukünftig nur noch als Lager. „Wir werden etwas mehr als die Hälfte der rund 80 Mitarbeiter von Wolfurt nach Hard übernehmen. Dabei geht es insbesondere um Techniker und Serviceleute“, erklärt Geschäftsführer Mender. Schlussendlich seien in Hard dann rund 130 Mitarbeiter tätig.

Belegschaft wurde informiert

Für etwa 35 Mitarbeiter aus Wolfurt gebe es allerdings in Zukunft keine Arbeit mehr bei Viessmann in Vorarlberg. Von diesen Mitarbeitern werde man sich in den nächsten Monaten einvernehmlich trennen. Dafür habe man einen externen Berater aus Vorarlberg an Bord geholt, um die Betroffenen bei der Suche nach einem neuen Job zu unterstützen.Die Belegschaft an beiden Standorten sei von der Geschäftsführung informiert worden. Die Reorganisation soll spätestens im zweiten Quartal 2020 abgeschlossen sein.