Handel im Wandel

Markt / 04.10.2019 • 18:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Team von „loja“ setzt mit seiner App auf digitale Chancen und Perspektiven für Vorarlberger Händler und erleichtert die Kundenbindung. Anna Hämmerle
Das Team von „loja“ setzt mit seiner App auf digitale Chancen und Perspektiven für Vorarlberger Händler und erleichtert die Kundenbindung. Anna Hämmerle

Mit der App „loja“ können Kunden gezielt angesprochen werden.

Dornbirn Der Onlinehandel boomt und der Trend setzt sich fort. Insbesondere der Einzelhandel spürt die enormen Auswirkungen. Doch gerade im stationären Handel bietet Digitalisierung ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um Kunden gezielt anzusprechen und zu binden. Das Dornbirner IT-Unternehmen Fortix sieht die digitale Transformation als Zukunftschance für lokale Unternehmen und Händler. Die Geschäftsführer Florian Rosmann und Martin Hämmerle setzen auf neue Technologien, User Experience und die Vernetzung lokal agierender Partner. „Wir wollen Werte wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Loyalität stärken. Paradoxerweise nutzen wir dazu die Digitalisierung, weil sie je nach Einsatz große Chancen bietet“, so Florian Rosmann. Mit der Entwicklung der Software „loja“ bietet Fortix eine intelligente und unkomplizierte App, die Händlern nachhaltigen Erfolg verspricht und viele Vorteile für die Kunden bringt. Zudem werden im Gegensatz zu ähnlichen Systemen keine personenbezogenen Daten gespeichert.

Treue einfach belohnen

„loja“ bietet Kunden die Möglichkeit, mittels einer App Punkte zu sammeln und dabei von vielfältigen Händleraktionen zu profitieren. Es werden somit konventionelle Stempelkarten und Treuesysteme ersetzt. Dazu wird ganz einfach ein QR-Code von der Rechnung per Smartphone gescannt. Die Unternehmen nutzen das effiziente Tool, um Kundentreue zu belohnen und Stammkunden mit gezielten Aktionen zu bedienen. „E-Commerce ist eine Chance für den stationären Handel. Jeder Einzelhändler kann sich die Digitalisierung zunutze machen und auch mit einfachen Maßnahmen Kundentreue fördern“, bringt Florian Rosmann die Idee auf den Punkt.

Das teilnehmende Unternehmen konzipiert dafür sein eigenes, individuelles Belohnungssystem. Das kann ein gratis Kaffee beim Bäcker oder zum Beispiel ein Produktrabatt sein. Zusätzlich bietet sich dem Händler die Möglichkeit, seine Kunden mittels direkter Benachrichtigung auf das Smartphone zu informieren. Diese sogenannte Push-Notification ist zielgerichtet, kostengünstig und wird in Echtzeit übertragen. „Aktuelle Aktionen, Informationen und die Lancierung neuer Produkte sind vorrangige Themen der direkten Kommunikation mit dem Kunden. Zudem können umsatzschwache Zeiten mit zusätzlichen Anreizen kompensiert werden“, zählt Martin Hämmerle einige der Vorteile auf.

Einfache Anwendung

Da „loja“ für Klein- und Mittelbetriebe konzipiert wurde, sind sämtliche Prozesse auf eine rasche und kostengünstige Implementierung ausgelegt. So können Unternehmen in nur 20 Minuten mit der intelligenten App starten. Dabei sind weder Anpassungen an bestehende Systeme wie beispielsweise Registrierkassen, noch spezielle Kenntnisse oder Geräte erforderlich. Die Einrichtung erfolgt durch einen intuitiv geführten Step-by-Step Prozess über die „loja“-Website. Personenbezogene Daten zu speichern ist bei „loja“ tabu. „Im Gegensatz zu ähnlichen Systemen genießt der Schutz von sensiblen Daten bei „loja“ höchste Priorität. Es werden weder personalisierte Nutzerdaten erfasst noch Daten an die Unternehmen weitergeleitet.“ Lediglich die Anzahl der gesammelten Punkte wird gespeichert.

Der achtsame Umgang mit dem Thema Datenschutz war auch ein überzeugendes Argument für die Marketingverantwortlichen der Gemeinde Lustenau und mehrere ortsansässige Unternehmen, die „loja“ seit einiger Zeit erfolgreich nutzen und so auf die Chancen der digitalen Transformation setzen. Martin Hämmerle ist überzeugt: „loja“ bietet einen einfachen Schritt in die Digitalisierung und stärkt lokale Standorte. Wir werden die Plattform gemeinsam mit den partizipierenden Unternehmern und den Endkunden ausbauen und somit die Attraktivität des stationären Handels steigern.