Bregenzer Wirtschaftsdelegierter legt Fokus auf die Innovation

Markt / 09.10.2019 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der aus Bregenz stammende Innovations-Botschafter Michael Scherk (r.) mit den Außenwirtschaftsfachleuten Christina Marent und Christoph Plank (l.).VN/LERCH

Michael Scherz will Österreich international einen Innovationsvorsprung ermöglichen.

Schwarzach Michael Scherz kennt die ganze Welt. Als Außenhandelsdelegierter war der Bregenzer sowohl in den Nachbarländern Italien und Deutschland als auch rund um die Welt zuständig dafür, österreichische Firmen bei ihren Exportaktivitäten zu unterstützen. „Klassisch“, sagt er. Das heißt für einen Handelsdelegierten, rechtliche Gegebenheiten abzuklopfen, mögliche Vertriebspartner vorzuschlagen, Messen zu organisieren. Inzwischen ist Scherz wieder in Wien und bereitet den Boden für dynamische Entwicklungen der Wirtschaft.

Er leitet die Gruppe Innovation in der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer und macht es sich zur Aufgabe, österreichische Unternehmen in die Zukunft zu führen. Das Innovation-Team versucht, das Gras wachsen zu hören und schon im Vorfeld Tendenzen zu erfassen und auf Möglichkeiten für österreichische Unternehmen abzuklopfen. Dafür gibt es eigene Verantwortliche in den wichtigsten Innovationszentren weltweit. Dazu entwickelt sich auch Myanmar, wo nun ein Büro eröffnet wird. Wichtig sei, dass man „schneller als die anderen“ Trends erkenne. „Von österreichischen Firmen wurde das sehr begrüßt“, erzählt er. Auch der schwarze Konintent ist für die Innovationsförderer ein Kontinent, wo man sein muss. Ist das erst mal fixiert, werden auch Zukunftsreisen organisiert, z. B. nach Südafrika, bei der sich Unternehmen vor Ort ein Bild der Möglichkeiten machen, gibt es Workshops und umfassendes Recherchematerial, das österreichischen Firmen angeboten wird. Veranstaltungen und Reisen sollen die Szene vernetzen. Das sei ganz wichtig, denn die Zeiten „als man im eigenen Silo saß“ und nichts nach draußen oder nach innen gedrungen ist, seien vorbei.

Die Außenwirtschaft Österreich hat Kooperationen mit elf der führenden Universtiäten weltweit – von MIT bis zur ETH Zürich – geschlossen, die der Wirtschaft des Landes die Teilhabe an internationalen Forschungsprojekten ermöglicht. Aus Vorarlberg gebe es dafür großes Interesse, berichtet er. Zusammen mit der Leiterin der Außenwirtschaft in der WKV, Christina Marent, besucht er derzeit Firmen, um das neue Angebot ins Bewusstsein zu bringen. Dabei haben sie erfahren, was derzeit alle Betriebe umtreibt: Nachhaltigkeit bei Produkten und in der Produktion.

Passivhaus-Botschafter

Vancouver, Hohenweiler Alexander Maurer, der in Vancouver das Unternehmen Marken Design + Consult betreibt, ist nationaler Gewinner des Energy Globe Awards 2019 in Kanada. Der aus Hohenweiler stammende Maurer erhielt die Auszeichnung für die Planung eines Passivhauses in Fort St. John. Nach dem Bau des Austria House in Whistler (u. a. Drexel und Weiss, Sohm HolzBautechnik) auf Initiative der AWO anlässlich der Olympiade 2010 hat sich eine Passivhauswelle in Kanada entwickelt. Alexander Maurer ist für den Erfolg maßgeblich verantwortlich.

 Passivhaus-Pionier Maurer. AWO
Passivhaus-Pionier Maurer. AWO