„Auf Nummer sicher“

Markt / 14.10.2019 • 22:16 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Vorarlberger könnten 264 Euro monatlich sparen, doch Spargesinnung geht zurück.

Dornbirn, Wien Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat unmittelbare Auswirkungen auf die Spargesinnung – auch in Vorarlberg, denn die traditionellen Sparformen lassen es praktisch nicht mehr zu, dass „Geld arbeitet“.  Doch es gibt auch andere Ursachen, wieso weniger im Sparschwein landet. Einen Spargroschen zur Seite zu legen, ist dennoch für 81 Prozent in Vorarlberg „sehr wichtig“ oder „ziemlich wichtig“. Die tatsächliche Sparquote in Österreich liegt dennoch deutlich niedriger als früher. Während 2009 noch 11,4 Prozent des frei verfügbaren Einkommens gespart wurden, liegt der Wert heute bei 7,4 Prozent.

264 Euro monatlich

Im Durchschnitt geben Herr und Frau Vorarlberger im Rahmen der repräsentativen IMAS-Studie der Sparkassen an, dass sie rund 264 Euro monatlich sparen können. Dieser Betrag liegt über dem österreichischen Durchschnitt, ist aber im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. „Sparen hat in Vorarlberg eine lange Tradition. Ganz offensichtlich scheinen aber Löhne und Gehälter weniger schnell als die realen Lebenshaltungskosten und insbesondere die Wohn- bzw. Immobilienpreise zu wachsen, sodass beim Sparbetrag ein gewisser Plafond erreicht ist“, zieht Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, ein Fazit aus der Studie. Das könnte auch der Grund sein, weshalb die Zufriedenheit mit dem ersparten Betrag in Vorarlberg am unteren Ende der Österreich-Skala liegt. Die Sparmotive sind weitgehend unverändert: Der Notgroschen ist und bleibt die Nummer eins bei den Vorarlbergern mit 83 Prozent (-1 Prozent). Ein tendenzieller Rückgang ist allerdings beim Thema Altersvorsorge zu beobachten (42 Prozent; 2009: 47 Prozent). Lieber scheint man in Vorarlberg im Hier und Jetzt leben zu wollen und spart gerne auch für Urlaubsreisen (31 Prozent; +4), vermutet Böhler.

Die ungebrochene Vorliebe zum Sparbuch könnte ebenfalls ein Grund sein, warum 2019 in Vorarlberg weniger Geld zum Sparen vorhanden ist. Denn Sparbuch (77 Prozent), Bausparer (60 Prozent) und Sparen am Girokonto (46 Prozent) bleiben die beliebtesten Anlageformen im Ländle. Laut Oesterreichischer Nationalbank liegen bei den heimischen Banken über 260 Milliarden Euro auf gering verzinsten Produkten – um 27 Prozent mehr als noch 2009. „Hätten die Österreicher in den letzten fünf Jahren nur zehn Prozent davon nicht aufs Sparbuch eingezahlt, sondern in Aktien veranlagt, hätten sie sieben Milliarden Euro an zusätzlichen Erträgen erwirtschaften können“, rechnet  Böhler vor. Aufgrund der geringen Einlagen-Zinsen und der in manchen Jahren hohen Inflation verlieren die Österreicher seit 2015 nach Abzug der Inflation 14,7 Milliarden Euro an Kaufkraft. „Da könnte man durch eine Abschaffung oder zumindest Reduktion der Wertpapier-KESt sicher Anreize schaffen, damit sich das ändert und mehr Menschen mit Wertpapieren langfristig vorsorgen“, fordert Böhler.

Nicht mehr zeitgemäß

„Das Sparbuch eignet sich besonders in diesem Zinsumfeld nur mehr als kurzfristige Liquiditätsreserve.“ Das scheint laut der Sparkassen-Studie auch in der Bevölkerung angekommen zu sein. 58 Prozent der Befragten in Vorarlberg finden das Sparbuch nicht mehr zeitgemäß. Spontan nennen 30 Prozent Aktien, 26 Prozent den Bausparvertrag und 26 Prozent Investmentfonds als gute Alternative zum Sparbuch. Mit einer Aufzählung möglicher Varianten konfrontiert, setzen die Befragten mehr auf die Klassiker: Bausparen (78 %), Immobilien (76 %) und Investmentfonds (60 %). „Das ist keine Überraschung, denn in Vorarlberg geht man lieber auf Nummer sicher“, weiß der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

Sicherheit vor Rendite

So geben 86 Prozent der befragten Vorarlberger Sparer an, lieber eine niedrigere Rendite in Kauf nehmen zu wollen, als Verluste zu erleiden. Sicherheit schätzen die Vorarlberger auch beim Anbieter. „Vermögensanlage ist Vertrauenssache. Deshalb wählt man im Ländle am liebsten eine Bank als Partner, wenn man Geld investieren möchte“, betont Böhler. VN-sca

„Das Sparbuch eignet sich in dem Zinsumfeld nur mehr als kurzfristige Liquiditätsreserve.“

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