Die US-Berichtsaison ist positiv angelaufen

Markt / 19.10.2019 • 08:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Insgesamt dürfte die gerade gestartete US-Berichtssaison eher durchwachsen verlaufen. AP

Die Quartalszahlen sind größtenteils besser ausgefallen als erwartet.

Jürgen Rupp

Bregenz Mögliche negative Auswirkungen des langwierigen Handelskriegs zwischen den USA und China auf die Gewinne der US-Unternehmen haben die Anleger zum dieswöchigen Start der US-Berichtssaison in Hochspannung versetzt. Diese Befürchtung hat sich aber zum derzeitigen Stand als unangebracht herausgestellt. Von den Unternehmen aus dem S&P 500 Index, die bereits ihre Quartalszahlen vorgelegt haben, sind 86 Prozent besser ausgefallen als erwartet. So haben die Unternehmen JPMorgan, Bank of America, Netflix und UnitedHealth mit ihren Ergebnissen für positive Stimmung gesorgt.

Unternehmensgewinne sind der Treibstoff der Börsen. Werden diese durch die im Vorfeld publizierten Erwartungen übertroffen, geht es mit den Kursen meist nach oben. Werden sie aber verfehlt, droht ein deutlicher Kursrutsch.

Im Vorfeld der nun angelaufenen Berichtssaison für das dritte Quartal hat es deutliche Anpassungen der Erwartungen nach unten gegeben. Innerhalb der letzten drei Monate wurden die Schätzungen der Analysten erkennbar zurückgenommen.

Die Erwartungen sind gedämpft, somit ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass es zu positiven Überraschungen kommen kann. Dennoch dürfte die gerade gestartete US-Berichtssaison eher durchwachsen verlaufen. Diesen Monat werden noch die Schwergewichte Apple, Amazon und die Google-Mutter Alphabet die Zahlen vorlegen.