Erfolgreich in der Luft und am Boden

Markt / 01.11.2019 • 17:54 Uhr / 8 Minuten Lesezeit
Magenta CEO Andreas Bierwirth: „ Diese großen Umbrüche finde ich spannend.“  APA
Magenta CEO Andreas Bierwirth: „ Diese großen Umbrüche finde ich spannend.“  APA

Magenta-Vorstandsvorsitzender Andreas Bierwirth über den Lohn von Risikobereitschaft im Management.

Schwarzach Symbolisch steht die Farbe Magenta für Vorfreude auf die Zukunft. Für Magenta Telekom ist die Zukunft heute: Ende August haben CEO Andreas Bierwirth und Maria Zesch (CCO Business & Digitalization) den ersten 5G-Videocall Österreichs in Alpbach geführt. Während des Vorarlberger Wirtschaftsforums wird Bierwirth Einblicke in die Welt von „5G“ geben und über den Lohn von Risikobereitschaft im Management berichten.

Der Grundstein für den ersten 5G-Videocall wurde durch die Investition von rund 60 Millionen Euro in die ersten 5G-Frequenzen gelegt. Damit habe Magenta die Basis für eine schnellere Digitalisierung Österreichs gelegt und als erster Anbieter in Österreich das 5G-Zeitalter gestartet, hieß es im August in Alpbach. Bis 2021 will das Unternehmen rund eine Milliarde Euro investieren, um eine leistungsfähige mobile wie fixe Breitbandinfrastruktur für Österreich zu sichern.

Neue Perspektiven

Mit „5G“ erschließen sich völlig neue Möglichkeiten. Zum einen bringt es schnelles Breitbandinternet in ländliche Regionen wie Alpbach, zum anderen ermöglicht es neue Anwendungen für Industrie und Wirtschaft. Unter anderem können nach Bierwirths Angaben so zukünftig Smart Cities mit intelligenten, autonomen Fahrzeugen, Robotern und Drohnen verlässlich betrieben werden.

Andreas Bierwirth (Jahrgang 1971) gilt als einer der Treiber von Innovationen und als Digitalisierungsexperte. Als bisherige Erfolge in seinem Manager-Dasein nennt er selbst die Gründung der Germanwings, weiter seinen nicht unwesentlichen Beitrag zum Überleben und zur Neuausrichtung der AUA. Und am meisten freue er sich über die Entwicklung der Magenta. Die Kontinuität, sieben Jahre in Folge Erwartungen übertroffen und damit ganz neue Perspektiven für das Unternehmen geschaffen zu haben – das sei sein bislang größter Erfolg.

Der Magenta-Chef wird in der Wirtschaftswelt gerne als Überflieger bezeichnet. Dafür sprechen zum einen seine Erfolge im Luftfahrtbusiness. Praktische Erfahrungen hat er da nicht nur im Chefsessel von Germanwings und AUA gesammelt, sondern auch im Cockpit als Berufspilot. Die Basis für beides hat Bierwirth in jungen Jahren geschaffen: Bereits als Kind wollte er Pilot werden, absolvierte als Jugendlicher seinen ersten Segelflugkurs. Bierwirth zeichnete sich gleichsam in anderen Bereichen als talentiert aus. Auf seinem „Haben-Konto“ stehen deswegen eine Ausbildung zum Bankkaufmann, ein BWL-Studium und die Promotion in der Marketingbranche. So weit zum Fundament für seine Finanz- und Führungskompetenzen. Als drittes „F“ behielt er die Fliegerei im Blick, schloss eine Ausbildung zum Berufspiloten ab und ist engagiert als Non-Executive Board Member von EasyJet, London. Wen wundert es da, dass die ersten Karriereschritte in der Luftfahrt erfolgten. Dass er dann die kleine Airline Germanwings als eine der ersten erfolgreichen Billigflieger in den Himmel hob, ist einer der Eckpunkte seiner Jobkarriere. Einige Jahre später wechselte er und avancierte zum Vice President Marketing bei der Lufthansa. 2008 übersiedelte er nach Österreich, um auf dem Chefsessel bei Austrian Airlines – in einer schwierigen Zeit – Platz zu nehmen.

Seit 2012 ist Bierwirth für die T-Mobile Austria aktiv, die er mit vielen Mitarbeitern nach Übernahme von UPC seit Mai dieses Jahres unter der Marke „Magenta Telekom“ zu einem neuen digitalen Konzern formen will, dabei bereits einen guten Schritt vorangekommen ist. Und auch hier Ehrgeiz, Mut und eiserne Disziplin beweist. Chancen ergreifen und den Mut haben, Entscheidungen zu treffen – das muss er als Pilot wie als Unternehmensboss. Der Blick von oben, stets einen Plan B in der Tasche haben sowie Teamfähigkeit sind einige der Tugenden, die der studierte Betriebswirt in der Luft wie am Boden benötigt.

Radikale Veränderungen

Telekommunikation und Luftfahrt: In beiden Branchen sind radikale Veränderungen durch neu entstehende Geschäftsmodelle an der Tagesordnung. „Das, was bei den Airlines die Low-Cost-Carrier auf Kurzstrecken sind, waren in der Telekommunikationsbranche die Entstehung von WhatsApp oder Facebook Messenger mit Telefonfunktion. Diese großen Umbrüche finde ich spannend, und die haben wir in beiden Industrien“, sagte Manager Bierwirt einmal in einem Gespräch.

Zeit der Umbrüche

An Umbrüchen und Veränderungen mangelt es bekanntermaßen gerade in Zeiten der Digitalisierung in keiner Weise. Bierwirth formulierte in einem Unternehmermagazin sein Erfolgsrezept mit Blick auf die rasch fortschreitende Digitalisierung so: „Agilität ist nicht nur ein Schlagwort, sondern muss tagtäglich gelebt werden. Die Schnelligkeit des digitalen Zeitalters erlaubt kein Rasten, Führungskräfte müssen immer am Ball bleiben und ganz nah an den Kunden sein. Gleichzeitig sind eine klar formulierte Vision und ein Zielbild, an dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren können, enorm wichtig. Für wichtige Managemententscheidungen ist aus meiner Sicht ein gesunder Mix aus Analytik, Bauchgefühl und Mut notwendig.“

Didier Cuche Der Schweizer Skirennläufer wird auch Kaiser von Kitzbühel genannt. Fünf Mal war er auf der legendären „Streif“, seiner Lieblingsabfahrt, erfolgreich, so oft wie sonst kein Rennläufer. Risiko gehörte für den Walliser zum Berufsbild. Heute ist er sowohl als Markenbotschafter als auch als Coach und Berater im Nachwuchsbereich des Skisports tätig.

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Joschka Fischer Der ehemalige Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland führte die Grünen sowohl in die erste Regierungsbeteiligung auf Landesebene (Hessen) als auch auf Bundesebene. Fischer ist Gründungsgesellschafter von Joschka Fischer & Company, der politischen Strategieberatung für Unternehmen und Organisationen.

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Alexander Graf Der E-Commerce-Experte weiß, wie sich Geschäfts- und Handelsmodelle durch intelligente Software, verknüpfte Märkte und neue, enorm schnell lernende Unternehmensformen verändern. In diesem Feld hat er ­u. a. die Otto Group, Gruner + Jahr und Markenhersteller wie Vitra beraten. Außerdem ist er Herausgeber des renommierten Blogs Kassenzone.

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Sabine Herlitschka Die Vorstandsvorsitzende managt mit Infineon Technologies Austria einen der wichtigsten Innovationstreiber der österreichischen Wirtschaft. Seit 2012 verantwortete sie als Vorstand die Bereiche Technik und Innovation, seit 2014 steht sie dem Halbleiterhersteller vor. Zudem ist sie Mitglied im Rat für Forschung und Technologieentwicklung.

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Andreas Perotti Der Marketingdirektor des oberösterreichischen Luftfahrtkonzerns FACC AG koordiniert alle Kooperationen im Bereich „Urban Air Mobility“. Dazu zählen die autonom fliegenden Lufttaxis. Vor seinem Einstieg in die Aerospace-Industrie war er in leitenden Funktionen in der Telekommunikation, bei Agenturen und im öffentlichen Bereich tätig.

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Hans Joachim Reinke Der Vorstandsvorsitzende wurde bereits 2004 Mitglied des Vorstands der Union Investment Gruppe. Die deutsche Fondsgesellschaft verwaltet rund 350 Milliarden Euro an Kundenkapital. Seine berufliche Laufbahn startete der Veranlagungsexperte 1987 bei der Volksbank und absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann.

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36. Vorarlberger ­Wirtschaftsforum

Thema Risiko

Wann Donnerstag, 14. November 2019

Wo Festspielhaus Bregenz

Preis 330 Euro zuzgl. USt.

Firmenbonus Bei einer gemeinsamen Anmeldung ab fünf Personen 275 Euro zuzgl. USt. pro Person. Es kann nur ein Rabatt pro Firma in Anspruch genommen werden.

Anmeldung wirtschaftsforum.vn.at

Information Russmedia, Telefon 05572/501-727, kristjani.balasko@russmedia.com