1300 Flüge fallen aus

Markt / 06.11.2019 • 19:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Lufthansa streicht 1300 Flüge wegen des Flugbegleiter-Streiks. AFP
Lufthansa streicht 1300 Flüge wegen des Flugbegleiter-Streiks. AFP

Donnerstag und Freitag streiken Lufthansa-Flugbegleiter.

Frankfurt Die Lufthansa hat wegen des ab Donnerstag angekündigten 48-Stunden-Streiks der Flugbegleiter 1300 Flüge gestrichen. Im Sonderflugplan fallen am Donnerstag 700 und am Freitag 600 von jeweils rund 3000 Verbindungen der gesamten Lufthansa-Gruppe aus. In der Grundzahl sind auch zahlreiche Flüge nicht bestreikter Unternehmen wie Swiss, Austrian Airlines (AUA), Edelweiss oder Brussels Airlines enthalten. Die Gewerkschaft UFO hatte sich vorbehalten, den Streik bei der Lufthansa-Kernmarke auch noch auf weitere Flugbetriebe auszuweiten. Den Kunden hat Lufthansa kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten angeboten.

Welche Flüge genau betroffen sind, ist unbekannt. Die Lufthansa bietet keine Liste der 1300 abgesagten Flüge an. Passagiere können mit Eingabe der Flugnummer auf der Lufthansa-Webseite überprüfen, ob ihr Flug gestrichen ist.

Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte in erster Instanz den Eilantrag des Unternehmens gegen den Streik abgelehnt. Nach kursorischer Einschätzung seien die Tarifverträge korrekt gekündigt worden und der Streikbeschluss gültig, erklärte die Vorsitzende Richterin.

Die Gewerkschaft UFO fordert für die 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Tarifkonflikt geht es aber hauptsächlich um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob UFO überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

Während des Streiks will die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines dem Mutterkonzern aushelfen: Auf den Strecken von Wien nach Frankfurt und München setzt die AUA während des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter am Donnerstag und Freitag größere Flugzeuge ein, um gestrandete Passagiere mitnehmen zu können.